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EnBW steigt aus Projekt aus: Pumpspeicherkraftwerk Atdorf wird nicht gebaut

EnBW steigt aus Projekt aus: Pumpspeicherkraftwerk Atdorf wird nicht gebaut
Bildquelle: Schluchseewerke AG
12.10.2017 − 

Der Energieversorger EnBW hat seine Pläne zum Bau des Pumpspeicherkraftwerks Atdorf im Südschwarzwald aufgegeben. In den vergangenen Jahren hätten sich weder die energiewirtschaftlichen noch die regulatorischen Rahmenbedingungen für Pumpspeicherprojekte wie Atdorf positiv entwickelt, teilte die EnBW am Mittwoch vergangener Woche mit. Die anstehenden Projektschritte ließen es nicht zu, einen belastbaren Zeitpunkt für die Realisierung des Projekts festzulegen.

Als „in der Sache sehr bedauerlich, wenn auch nicht gänzlich unerwartet“ bezeichnete der baden-württembergische Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller (Grüne) die Entscheidung der Energie Baden-Württemberg AG, ihr Engagement im Speicherprojekt Atdorf im Schwarzwald aufzugeben. Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in Pumpspeicherkraftwerke seien seit Jahren schwierig, bestätigte Untersteller. Vor diesem Hintergrund sei die Entscheidung der EnBW durchaus verständlich. „Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass EnBW und Schluchseewerk AG einen Weg finden, den Planungsprozess beim Speicherprojekt Atdorf zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.“

Der Minister bekräftigte erneut die Bedeutung von Speichern für die Energiewende. Die Entscheidung in Bezug auf Atdorf sei aber privatwirtschaftlicher Natur und damit Sache der Projektpartner und Investoren. „Aus der Perspektive der Energiewende sind Energiespeicher ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor. Wir brauchen Speicher, um bei volatiler Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne die Versorgung ohne Atomkraft und langfristig auch ohne Kohle zuverlässig zu gewährleisten“, so Untersteller.

Trotz der herausfordernden Marktbedingungen hatte die EnBW nach eigenen Angaben die Entwicklung des Pumpspeicherprojekts stets mit Nachdruck unterstützt und vorangetrieben, gleichzeitig aber ihre Aktivitäten auch auf andere Speichertechnologien ausgeweitet. Mit dem Abschluss des Erörterungstermins sei in der Projektentwicklung von Atdorf nun ein weiterer Meilenstein erreicht worden, den die EnBW zum Anlass genommen habe, ihre vielfältigen Speicherprojekte neu zu priorisieren.

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