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Bundesregierung: EU-Nitratmessnetz bietet repräsentativen Überblick über Grundwasserbelastung

EU-Nitratmessnetz bietet repräsentativen Überblick über Grundwasserbelastung
Grundwassermessstelle ©brudertack69 - stock.adobe.com
23.04.2020 − 

Das zur Überwachung des Grundwassers genutzte EU-Nitratmessnetz gibt nach Auffassung der Bundesregierung einen repräsentativen Überblick über die landwirtschaftlich beeinflusste Nitratbelastung des Grundwassers. Deutschland berichte somit richtlinienkonform, heißt in einer Antwort der Bundesregierung (Drucksache 19/18447) auf eine Kleine Anfrage im Bundestag. Die Bundesregierung verweist in der Antwort zudem darauf, dass die Gewässerbeobachtung in der verfassungsgemäßen Zuständigkeit der Bundesländer liege.

Zur Berichterstattung an die EU-Kommission zur Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie sei im Jahr 2016 ein nach bundeseinheitlichen Kriterien repräsentative Auswahl dieser Messstellen herangezogen worden, die auch der Berichterstattung an die Europäischen Umweltagentur (EUA) diene, das LAWA-Messstellennetz. Es seien 256 Messstellen in Fließgewässern, 68 Messstellen in stehenden Gewässern und 16 Messstellen in Küstengewässern verzeichnet worden. Die Bundesregierung kündigt in Ihrer Antwort an, dass der Nitratbericht 2020 bis Ende Juni 2020 fristgerecht der EU-Kommission übermittelt und anschließend veröffentlicht werde – aktuell gültig ist noch der Nitratbericht 2016.

Bezogen auf die gesamte Fläche der Bundesrepublik Deutschland liege die Messnetzdichte des EU-Nitratmessnetzes bei circa 1,9 Messstellen pro 1.000 km² und bezogen auf die landwirtschaftliche Fläche der Bundesrepublik Deutschland von 181.625 km² bei rund 3,8 Messstellen pro 1.000 km2. Die Grundwassermessnetzdichten in den einzelnen Mitgliedstaaten sind der Bundesregierung zufolge sehr variabel, so wiesen Finnland und Schweden eine Messnetzdichte von unter einer Messstelle je 1.000 km2 auf, Malta dagegen eine Dichte von 130 Messstellen je 1.000 km2.

68 Prozent der Messstellen durch Ackerflächen geprägt

Überwiegend durch Ackerflächen geprägte Messstellen stellten 68 Prozent der Messstellen des EU-Nitratmessnetzes, durch Grünland beeinflusste Messstellen 14 Prozent und durch Sonderkulturen geprägte Messstellen zwei Prozent der EU-Nitratmessstellen. Für die restlichen 16 Prozent der Messstellen seien seitens der Bundesländer keine differenzierten Angaben erfolgt, sondern lediglich die Angabe gemacht worden, dass es sich um landwirtschaftlich geprägte Messstellen handle. Von der landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands seien 2016 28 Prozent als Grünland genutzt worden.

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