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EU-Parlament: Verbraucher sollen Vertrauen in Qualität von Leitungswasser bekommen

EU-Parlament: Verbraucher sollen Vertrauen in Qualität von Leitungswasser bekommen
©Grecaud Paul - stock.adobe.com
29.03.2019 − 

Die Europäer sollen mehr Vertrauen in ihr Leistungswasser bekommen. Dafür hat sich das EU-Parlament am Donnerstag ausgesprochen. Die Abgeordneten haben vorgeschlagen, dass bei der Revision der europäischen Trinkwasserrichtlinie darauf geachtet wird, dass die Höchstwerte für bestimmte Schadstoffe wie Blei und für schädliche Bakterien verschärft und neue Grenzwerte für umweltschädlichsten Stoffe im Leitungswasser eingeführt werden. Der europäische Wasserdachverband Eureau wertet die Entscheidung der Abgeordneten positiv.

„Mit einem klaren Zeitplan hat das Europäische Parlament den Erwartungen der europäischen Bürger entsprochen und war bereit, die Verhandlungen über den Text bereits im November vergangenen Jahres aufzunehmen, um eine interinstitutionelle Vereinbarung vor Ablauf der Wahlperiode zu erzielen. Trotz aller Bemühungen des rumänischen Ratsvorsitzes, die Verzögerung im Rat wettzumachen, bleibt aufgrund der Europawahl im kommenden Mai keine Zeit mehr, mit den EU-Ländern darüber zu verhandeln“, sagte der Berichterstatter Michel Dantin.

Die EU-Minister haben sich bisher noch nicht auf einen gemeinsamen Standpunkt bei der Überarbeitung der Trinkwasserrichtlinie einigen können, so dass die Verhandlungen mit dem Parlament nicht mehr vor Ablauf der Legislaturperiode aufgenommen werden können, hieß es. Die Verhandlungen werden den Angaben zufolge dann erst in der neuen Legislaturperiode nach den Europawahlen im Mai beginnen. Zuletzt hatte sich der Umweltrat der EU darauf verständigt, dass neue Qualitätsstandards für Trinkwasser eingeführt werden sollen.

Zugang zu Leitungswasser in Städten soll besser werden

Die Mitgliedsstaaten sollten laut dem Parlament den allgemeinen Zugang zu sauberem Wasser in der Europäischen Union fördern und Zugang zu Wasser in Städten und öffentlichen Einrichtungen verbessern, und zwar durch die Einrichtung von frei zugänglichen Trinkbrunnen. Die Abgeordneten plädierten auch dafür, dass Leitungswasser kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr in Restaurants, Kantinen und bei Catering-Dienstleistungen bereitgestellt wird.

Eureau: Parlament hat Vorschlag der Kommission verbessert

Das Europäische Parlament hat den Vorschlag der Europäischen Kommission zur Trinkwasserrichtlinie aus Sicht von Eureau verbessert, weil sich die Abgeordneten dafür ausgesprochen haben, dass Trinkwasser bezahlbar bleibt und dass die Gesundheit von Konsumenten geschützt wird. Zudem sei so die Rechtsklarheit des Kommissionsvorschlags erhöht worden.

„Die europäischen Wasserunternehmen werden sich weiterhin für die Bereitstellung von sicherem und erschwinglichem Trinkwasser einsetzen. Wir sind zuversichtlich, dass das nächste Europäische Parlament mit dem Rat auf der Grundlage der Ergebnisse der heutigen Abstimmung verhandeln wird“, sagte Carla Chiaretti von Eureau.

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