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Europäische Umweltbehörde sieht weiter große Herausforderungen für den Gewässerschutz

Europäische Umweltbehörde sieht weiter große Herausforderungen für den Gewässerschutz
Bildquelle: Ida Friederson - stock.adobe.com
03.07.2018 − 

Trotz der Fortschritte in der Verbesserung der Umweltqualität vieler Seen, Flüsse, Küstengewässer und des Grundwassers in Europa in den letzten Jahrzehnten bestehen weiterhin ernsthafte Bedrohungen für deren langfristige Gesundheit. Die Hauptursachen dafür sind die Umweltverschmutzung, Bauobjekte wie Dämme und eine übermäßige Wasserentnahme, heißt es in dem Bericht „Europäische Gewässer – Beurteilung des Zustands und der Belastungen 2018“, den die Europäischen Umweltagentur (EUA) heute veröffentlicht hat.

Eine große Mehrheit der europäischen Gewässer erfüllt dem Bericht zufolge nach wie vor nicht das in der Europäischen Union angestrebte Minimalziel des „guten Zustands“. Es gelte, die Bemühungen für den Gewässerschutz mit dem Ziel einer langfristige Nachhaltigkeit der Gewässer zu verstärken, schreibt die Umweltbehörde.

Situation bei Grundwasserkörpern positiv, Probleme bei Oberflächengewässern

Während die europäischen Grundwasserkörper in den meisten Fällen eine gute Qualität aufwiesen, erreichten im Überwachungszeitraum 2010 bis 2015 nur 40 Prozent der überwachten Seen, Flüsse, Mündungsgebiete und Küstengewässer die Mindestanforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) mit einem „guten“ oder „sehr guten“ ökologischen Zustand, heißt es in dem Bericht. Die letzte Bewertung der Europäischen Umweltagentur im Jahr 2012 stellte ein ähnliches Maß an Gewässern mit „gutem“ oder „sehr gutem“ ökologischem Zustand fest.

Umfassende Bewertung der EU-Kommission angekündigt

Der Bericht der EUA ergänzt der Behörde zufolge einen bevorstehenden Bericht der Europäischen Kommission, in dem bewertet werden soll, inwieweit die Mitgliedstaaten die Wasserrahmenrichtlinie einhalten, die die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, Bewirtschaftungspläne für die Einzugsgebiete (RBMP) sowie ein Programm von Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität auszuarbeiten.

„Die Bekämpfung der Verschmutzung aus der Landwirtschaft, der Industrie und den Haushalten erfordert gemeinsame Anstrengungen aller Wassernutzer in ganz Europa“, sagte Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, Maritime Angelegenheiten und Fischerei.

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