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Fachgespräch im Bundestag: Hersteller bei Reduzierung von Schadstoffen in Gewässern stärker in die Pflicht nehmen

Fachgespräch im Bundestag: Hersteller bei Reduzierung von Schadstoffen in Gewässern stärker in die Pflicht nehmen
Der Bundestag in Berlin © Deutscher Bundestag/Julia Kummerow
18.03.2020 − 

Hersteller und Händler müssen bei der Reduzierung von Schadstoffen, die in Boden und Gewässer eindringen, stärker in die Pflicht genommen werden. Diese Auffassung hat Issa Nafo von dem Verband Emschergenossenschaft / Lippeverband (EGLV) Mitte März bei einem Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung im Bundestag vertreten. Vermeiden sei günstiger als reparieren.

Die 10.000 Kläranlagen in Deutschland reinigten das Abwasser zwar auf einem sehr hohen Standard, sagte Nafo. Doch seien sie nicht in der Lage, alle Spurenstoffe herauszufiltern, wobei Arzneimittel, Kosmetika oder Pflanzenschutzmittel die größten Probleme verursachten. In den Kläranlagen werde 200 Substanzen nachgespürt.

Der Sachverständige sagte im Bundestag, der Trend zu einer Zunahme beim Medikamentengebrauch werde sich in den Kläranlagen niederschlagen. Er kritisierte den hohen Einsatz von Antibiotika und hob hervor, dass bei Internetrecherchen oft ein Zusammenhang von Antibiotika und Grippebekämpfung hergestellt werde, obwohl dies nicht zutreffe.

Forderungen nach einer vierten Reinigungsstufe in den Kläranlagen erteilte Nafo überwiegend eine Absage. Nachhaltiger wäre es aus Vorsorgegründen vor diesem Hintergrund, den Eintrag der Spurenstoffe bereits an der Quelle zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

Dafür seien aber die nötigen Anreize auf der Herstellerseite notwendig. Es gelte, die Auswirkungen der Spurenstoffe auf die Gewässer bereits auf Ebene der Produzenten zu berücksichtigen.

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