|  

Freie Bauern fordern 8.000 Grundwassermessstellen

Freie Bauern fordern 8.000 Grundwassermessstellen
Grundwassermessstelle.
17.06.2020 − 

Die Freien Bauern fordern von der Bundesregierung, die für Ende 2020 vorgesehene Verwaltungsvorschrift zur Ausweisung nitratbelasteter Gebiete als Chance für einen wissenschaftlich sauberen Neubeginn zu sehen. „Professionelles Grundwassermonitoring kostet Geld, aber dieses Geld ist gut angelegt, wenn dadurch der wertvolle Rohstoff Wasser gezielt geschützt und zugleich eine ertragreiche Landwirtschaft in unserer natürlich begünstigten Region bewahrt werden kann“, erklärte jetzt Georg Straller von der Bundesvertretung der Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland.

Unabhängig davon, ob die umstrittene Düngeverordnung 2020 rechtlichen Bestand haben werde, sei es höchste Zeit für einen ursachenbezogenen Grundwasserschutz, meint er.

Bei der Vorschrift gehe es darum, die bisherige Praxis abzulösen, nach der die Bundesländer so genannte „rote Gebiete“ mit erheblichen Einschränkungen für die Landwirtschaft aufgrund von Grundwasserproben ausgewiesen haben, die neben landwirtschaftlichen Einträgen auch Nitrat aus Siedlungen, Kläranlagen, Kanalisation, Berg- und Tagebauen, Rüstungsaltlasten, Deponien und weiteren Quellen enthalten konnten.

Für die Verwaltungsvorschrift fordern die Freien Bauern nun eine Verdichtung des Messstellennetzes auf mindestens 8.000 Anlagen deutschlandweit, eine regelmäßige technische Prüfung der Messstellen auf ihre Funktionsfähigkeit und eine Untersuchung belasteter Proben auf den Verursacher mit den Methoden moderner Umweltforensik. „Dass erhöhte Nitratwerte bisher pauschal der Landwirtschaft angelastet wurden, hat im Berufsstand zu Recht große Empörung ausgelöst“, argumentiert Straller.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Lies: Erste Anzeichen für eine Wasser-Krise erfordern neues Wassermanagement

UBA: Grenzwertüberschreitungen liegen oft an Hausleitungen  − vor