|  

Gewässerschutz: AMK gegen pauschale Reduzierung der Düngung um 20 Prozent

Gewässerschutz: AMK gegen pauschale
© Land NRW / R. Sondermann
15.04.2019 − 

Gegen einen pauschalen Abschlag von der optimalen Düngung um 20 Prozent in belasteten Gebieten hat sich die die Agrarministerkonferenz (AMK) in der vergangenen Woche in Landau ausgesprochen. Einen entsprechenden Beschluss hat die AMK auf Initiative der unionsgeführten Bundesländer gefasst, teilte die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) mit. Die von der Europäischen Union geforderte Novelle der Düngeverordnung (DüV) zum Schutz des Grundwassers soll dem Beschluss zufolge praktikabel gestaltet werden.

Dabei sei auch die Einschränkung der Herbstdüngung in den roten Gebieten im Mittelpunkt der Diskussion gestanden, so die Ministerin. Gemeinsames Ziel bleibe der Schutz des Grundwassers, sagte Heinen-Essser. „Aufgrund der in einigen Regionen weiterhin zu hohen Nitratwerte im Grundwasser müssen wir hier nachjustieren - und nicht nur, weil Strafzahlungen aus Brüssel drohen“, so die Ministerin.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) erklärte, sie sei dankbar für den Beschluss der AMK, sie in ihrer Ablehnung pauschaler Maßnahmen wie der von der EU-Kommission geforderten 20 Prozent-Minusdüngung zu unterstützen. Zielführend seien vielmehr fachliche Passgenauigkeit und praktikable, flexiblere Lösungen für die Landwirtschaft.

Bei der Diskussion um die Düngeverordnung bestehe in der AMK Einigkeit darüber, dass Pflanzen Nährstoffe benötigten, gleichzeitig das Grundwasser aber noch besser zu schützen sei.Allerdings sei auch deutlich geworden, dass die Länder untereinander sehr unterschiedliche Vorstellungen zur konkreten weiteren Ausgestaltung der Düngeverordnung haben.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Mikroplastik: Bayern-SPD sorgt sich um Belastung durch Kunstrasen

Dossier: Neuordnung der Klärschlammentsorgung - Was kommt jetzt auf Abwasserentsorger zu?  − vor