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Gewässerschutz und Düngerecht: DWA fordert obligatorische Stoffstrombilanz

Gewässerschutz und Düngerecht: DWA fordert obligatorische Stoffstrombilanz
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05.03.2019 − 

Anlässlich der derzeitigen Debatte um eine abermalige Änderung der Düngeverordnung (DWA) hat die DWA ihre Forderung nach einer obligatorischen Stoffstrombilanz erneuert. Auch sollte die maximale Düngung von derzeit 170 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr aus organischen Düngern auf 130 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr reduziert werden, sagte heute Uli Paetzel, der Präsident der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA).

„Wir brauchen eine Landwirtschaft, die sich stärker ökologisch verantwortlich fühlt. Hier muss es einen großen Wurf geben, kleine Nachschärfungen der rechtlichen Regelungen führen nicht weiter“, sagte Paetzel.

Generell müsse die Politik sicherstellen, dass künftig keine landwirtschaftlichen Maßnahmen mehr aus öffentlichen Mitteln gefördert werden, die nicht in Einklang mit den Vorgaben des Gewässerschutzes stehen. Hier sei auch im Hinblick auf die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ein grundsätzliches Umdenken erforderlich, sagte der DWA-Präsident.

Wasserwirtschaft für weitere Verschärfungen

Ebenso wie die EU-Kommission, die  sich – nach dem Vertragsverletzungsverfahren wegen hoher Nitrateinträge - auch mit der Überarbeitung der Verordnung im Jahr 2017 nicht zufrieden gezeigt hat, fordere auch die Wasserwirtschaft weitere Verschärfungen. Die Novellierung des Düngerechts im Jahr 2017 ist Paetzel zufolge unter anderem wegen zahlreicher Ausnahmemöglichkeiten und wenig anspruchsvoller Bilanzüberschussgrenzen nicht ausreichend, um das Grundwasser vor überhöhten Nitrateinträgen zu schützen. Die Verurteilung Deutschlands im Jahr 2018 durch den Gerichtshof erzwinge deutliche Nachbesserungen.

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