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Greenpeace: Tagebau-Erweiterung Turów gefährdet Wasserqualität auch in Deutschland

Greenpeace: Tagebau-Erweiterung Turów  gefährdet Wasserqualität auch in Deutschland
Europäisches Umweltrecht ©bluedesign - Fotolia
13.10.2020 − 

Die geplante Erweiterung des Braunkohletagebaus Turów nahe der deutsch-polnischen Grenze droht auch die Wasserqualität in Deutschland zu beschädigen. Diese Aussage trifft ein am Montag vergangener Woche in Zittau vorgestelltes geologisches Gutachten im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace und der tschechischen Umweltrechtskanzlei Frank Bold. Die Pläne seien mit europäischem Umweltrecht unvereinbar.

Das Gutachten „Zu den grenzüberschreitenden Auswirkungen einer Fortführung des Abbaus der Braunkohlelagerstätte Turów“ des Geologen Ralf Krupp weist zudem auf die Gefahr großräumiger geologischer Absenkungen in der Region hin. „Jede weitere Braunkohlegrube heizt die Klimakrise weiter an, doch Turów bedrohe zudem noch die Wasserversorgung und die Standfestigkeit der Region“, sagte Greenpeace-Energieexperte Karsten Smid. Diesen Braunkohle-Tagebau zu erweitern, verstoße gegen europäisches Umweltrecht.

Grundwasserabsenkungen zu befürchten

Der Betrieb des erweiterten Tagebaus würde den tiefen Grundwasserleiter der Region um 20 Meter absenken, so das Gutachten. Am Rand des Stadtgebiets von Zittau würden so die Absenkungen des Erdreichs von einem Meter auf 1,2 Meter steigen. Saures Grubenwasser würde zudem Neiße und Oder unterhalb des Tagebaus regelmäßig belasten und zu deutlich erhöhten Sulfatkonzentrationen führen.

Als ein zentrales Problem des Braunkohlenbergbaus nennt das Gutachten zudem die Entstehung saurer Grubenwässer.

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