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Grüne fordern angesichts der Nitratbelastung klares gesetzliches Minderungsziel

Grüne fordern angesichts der Nitratbelastung  klares gesetzliches Minderungsziel
Bildquelle: VKU
11.08.2017 − 

Die Grünen haben sich im Hinblick auf die Nitratbelastung der Gewässer für ein klares gesetzliches Minderungsziel ausgesprochen. Die Belastung soll schrittweise um mehr als zwei Drittel auf einen Überschuss von 30 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr reduziert werden, heißt es in dem „6-Punkte-Plan für sauberes und bezahlbares Wasser“, den die Bundesfraktion der Grünen vorgestellt hat. Notwendig sei eine Stickstoffstrategie gegen übermäßigen Gülle-Einsatz, mit der die Nitratbelastung massiv reduziert werden könne. Landwirte, die besonders gewässerschonend wirtschaften, sollten dafür einen finanziellen Bonus erhalten. Die Fraktion betont, dass auch die europäische Agrarpolitik auf die Verminderung der Stickstoffeinträge ausgerichtet werden müsse.

Ein spezielles Pestizidreduktionsprogramm sollte nach Auffassung der Grünen dafür sorgen, dass jedes Jahr weniger Ackergifte in unser Wasser gelangen. Die Erforschung von Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz sei zu fördern und der Einsatz hochproblematischer Stoffe wie Glyphosat und Neonikotinoide zu untersagen. Die Einnahmen einer Pestizidabgabe sollten in die Forschung und Investitionen zum Wasserschutz eingesetzt werden.

Für internationale Abkommen zur
Reduzierung von Plastikmüll

„Unverzüglich“ will die Fraktion den nach ihrer Auffassung sinnlosen Einsatz von Mikroplastik in Kosmetika stoppen. Zudem müsse eine neue Bundesregierung konsequent auf ein internationales Abkommen zur Verringerung von Plastikmüll in den Meeren hinarbeiten.

Der Eintrag von Antibiotika aus der Tierhaltung sei zu reduzieren, wenn Tiere mehr Platz, Auslauf, Licht und Beschäftigung haben, um gesund zu bleiben, heißt es in dem 6-Punkzte-Programm. Rabatte auf Antiobiotika, die einen Anreiz für unnötigen Einsatz böten, sollten abgeschafft werden. In der Humanmedizin müsse auf Medikamentenverpackungen nach den Forderungen der Grünen einfach und klar erkennbar sein, wie Arzneireste über den Restmüll oder die Apotheke gewässerschonend entsorgt werden können.

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