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Grüne und blaue Infrastruktur: Bayerns Regierung unterstützt Kommunen bei Klimaresilienz

Grüne und blaue Infrastruktur: Bayerns Regierung unterstützt Kommunen bei Klimaresilienz
T. Glauber. Quelle: Umweltministerium Bayern
13.10.2021 − 

Die bayerische Regierung will Kommunen mit der neuen Arbeitshilfe „Instrumente zur Klimaanpassung vor Ort" dabei unterstützen, die Zukunftsaufgabe der Planung von grüner und blauer Infrastruktur möglichst umfassend anzugehen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) erklärte, dass es wichtig sei, die Hebel und Kompetenzen auf kommunaler Ebene zu kennen. Nur so könnten die richtigen Stellschrauben vor Ort gedreht und die Städte und Dörfer effektiv klimaresilient weiter entwickelt werden. Die Arbeitshilfe beschreibt eine Auswahl zentraler Steuerungsinstrumente und erklärt deren Einsatz und Wirkung an konkreten Beispielen aus bayerischen Kommunen.

Die Auswirkungen des Klimawandels seien, so Glauber, längst zu sehen und zu spüren. Vor allem in den Siedlungsbereichen wirkten sich Hitze und Trockenheit sowie Starkregen und Hochwasser unmittelbar auf die Menschen sowie Tiere und Pflanzen aus. Planerische und bauliche Maßnahmen sollten daher möglichst heute schon auf solche extremen Wetterlagen abgestimmt werden und deren Folgen berücksichtigen. Geeignete Werkzeuge dazu finden sich im öffentlichen Baurecht, informelle Instrumente wie Gutachten oder Leitbilder ergänzen diese.

Kommunen können laut dem Minister Klimaanpassungsmaßnahmen für ihre eigenen Liegenschaften verwirklichen, bei Neubauvorhaben geeignete planerische Vorgaben machen oder im Bestand auf qualitative Verbesserungen hinwirken. Zusammen ergebe sich ein Bündel an Maßnahmen, das im Idealfall zusätzlich durch einen Grundsatzbeschluss zur Klimazukunft einer Kommune abgesichert werde.

Die neue Arbeitshilfe wurde vom Landesumweltministerium in Abstimmung mit dem Bayerischen Gemeindetag und dem Bayerischen Städtetag konzipiert und erstellt. „Mit Maßnahmen der grünen und blauen Infrastruktur wollen wir struktur- und artenreiche Grünräume sichern, Niederschläge nach dem Schwammstadtprinzip zurückhalten und die Aufenthaltsqualität im Freien verbessern. Unsere Städte und Dörfer sollen auch in Zukunft lebenswert bleiben. Dafür lohnt sich jeder Einsatz“, so Glauber. Die Arbeitshilfe erscheint als Beitrag in der Umweltinitiative „Stadt.Klima.Natur" des Umweltministeriums, die mit Informations- und Vernetzungsangeboten Impulse für die Klimaanpassung im besiedelten Bereich gibt. Die Broschüre ist im Internet unter link.euwid.de/r1i7h verfügbar.

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