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Hamburg: Regenwasser-Behandlungsanlage für Straßenabwasser in Betrieb

Hamburg: Regenwasser-Behandlungsanlage für Straßenabwasser in Betrieb
© BUE/BWVI
12.09.2019 − 

In Hamburg ist eine Regenwasser-Behandlungsanlage für Straßenabwasser eingeweiht worden. Aus einem Umkreis von 40 Hektar soll das Abwasser nun von Schmutz- und Schadstoffen, darunter auch Mikroplastik aus Reifenabrieb, Schwermetallen und organischen Schadstoffen befreit werden. Das teilte die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am Dienstag mit.

„Ich bin sehr froh, dass zukünftig hier praktisch kein ungereinigtes Straßenabwasser in unsere Gewässer eingeleitet wird. Zu verhindern, dass allein an dieser Stelle jährlich neun Tonnen Mikroplastik in das Grundwasser hineingetragen werden, zeigt, was für enorme Mengen an Schadstoffen mit dem Regen über die Straßen bis in das Grundwasser hineingetragen werden“, so Umweltsenator Jens Kerstan bei der Einweihung.

Das Besondere dieser Anlage sei der erstmalige Einsatz von Schilflamellen. Mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Millionen Euro ist die Regenwasser-Behandlungsanlage in Hamburg ein Pilotprojekt und für weitere derartige Maßnahmen beispielhaft, hieß es. Umgesetzt wurde das Projekt vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG).

Das Straßenabwasser durchläuft den Angaben zufolge zunächst eine mechanische Vorreinigung und dann eine biologische Reinigung in einem mit Schilf bepflanzten Becken. Das so gereinigte Wasser wird in einem weiteren Becken zur Grundwasserneubildung versickert. Das Regenwasser-Einzugsgebiet für diese Anlage ist rund 37,6 Hektar groß. Davon bestehen ca. 70 Prozent aus versiegelten Flächen, so die Behörde.

Das Bauvorhaben sei notwendig, da belastetes Straßenabwasser der Hauptverkehrsstraßen Luruper Hauptstraße und Elbgaustraße bisher kanalisiert und ungereinigt in den Vorhorngraben am Vorhornweg  eingeleitet wird. Jährlich seien so gut neun Tonnen mit Schadstoffen,  z.B. Schwermetalle  wie  Blei,  sowie Abrieb von Reifen und Bremsbeläge, in belasteten Sedimenten zurückgehalten worden.

„Dieses Projekt zeigt, wie Straßenbau und Wasserwirtschaft Hand in Hand arbeiten können. Diese neue Regenwasserbehandlungsanlage ist eine von zehn weiteren geplanten in Hamburg“, erklärte Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation.       

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