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Hessen fördert Hochwasserschutz und Renaturierungen mit mehreren Mio. Euro

Hessen fördert Hochwasserschutz und Renaturierungen mit mehreren Mio. Euro
Bildquelle: animaflora - stock.adobe.com
10.12.2018 − 

Das Land Hessen fördert Projekte zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Renaturierung von Gewässern mit mehreren Millionen Euro. Das teilte das Umweltministerium in Wiesbaden mit. „Der Klimawandel ist bei uns angekommen und bereits heute deutlich spürbar. Auch wenn sich der zurückliegende Sommer durch extreme Dürre ausgezeichnet hat, sehen alle Prognosen auch eine Zunahme an Starkregenereignissen voraus“, so Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). Aus diesem Grund fördere die Landesregierung auch den Bau von Hochwasser-Retentionsbecken in der Stadt Dillenburg mit über drei Millionen Euro.

In Dillenburg hatte es 2006 ein Hochwasser gegeben wie es statistisch nur alle 1.000 Jahre vorkommt. „In wenigen Minuten wurde aus der Schelde ein gefährlicher Strom, der Autos mitriss und zahllose Häuser unterspülte. Die Dill trat über die Ufer und selbst das Krankenhaus musste evakuiert werden. Diese Nacht wird so schnell niemand vergessen“, so Hinz. „Um solche Ereignisse in Zukunft zu vermeiden, ist ein funktionierender Hochwasserschutz unerlässlich.“

Für insgesamt 3,84 Millionen Euro will die Stadt Dillenburg den Angaben zufolge zwei Retentionsbecken in ihrem Stadtgebiet bauen. Das Becken Tringensteiner Schelde, oberhalb des Stadtteils Oberscheld, und ein zweites oberhalb von Eibach. Zwei weitere Hochwasserrückhaltebecken Schelde und Niederscheld befinden sich derzeit in der Planfeststellung. Die beiden weiteren Becken werden ebenfalls einen Schutz vor einem einhundertjährlichen Hochwasserereignis bieten, so das Ministerium.

Klimawandel macht Investitionen des Landes notwendig

„Die Hessische Landesregierung hat in den letzten zehn Jahren über 200 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert“, so Hinz. „Mit diesen Mitteln werden unter anderem Kommunen bei ihren Maßnahmen unterstützt. Das Land übernimmt dabei bis zu 85 Prozent der Kosten. In Zeiten des Klimawandels müssen wir zum einen dafür sorgen, dass wir das Klima nicht weiter anheizen. Zum anderen müssen wir uns auf die veränderten Bedingungen einstellen und Mensch und Natur schützen.“

Das Umweltministerium teilte weiter mit, dass die Städte Frankfurt am Main, Wiesbaden, Flörsheim am Main und Hattersheim am Main eine Förderung des Landes für die Renaturierung von Gewässer erhalten haben. Rund 2,4 Millionen Euro können nun für die Renaturierung des Westerbachs in Frankfurt-Rödelheim aufgewendet werden. Der teilweise verrohrte Westerbach soll auf einer Länge von gut 700 Metern wieder zu Tage treten und das mitten im Frankfurter Stadtgebiet, mitsamt ausreichend Raum für eine naturnahe Entwicklung.

Bäche in Städten sollen wieder naturnaher werden

Die Bauarbeiten auf der etwa 15 Hektar großen Gewerbefläche, die jahrzehntelang von den amerikanischen Streitkräften genutzt wurde, sind laut Ministerium mittlerweile schon weit fortgeschritten. Hierbei werden von dem Bauträger auch wesentliche Verbesserungen im Hochwasserschutz für die umgebenden Flächen sichergestellt. „Diese Renaturierung zeigt, dass auch mitten im Ballungsraum die Fließgewässer Platz für eine naturnahe Entwicklung erhalten können“, so Staatssekretärin Beatrix Tappeser.

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