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Hochwasserrückhaltebecken Wippra nach sechs Jahren Bauzeit eröffnet


Quelle: Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt.
08.09.2020 − 

In Sachsen-Anhalt wurde jetzt im Beisein von Umweltministerin Prof. Claudia Dalbert (Grüne) nach sechs Jahren Bauzeit das Hochwasserrückhaltebecken in Wippra eröffnet. Einer Mitteilung des Landesumweltministeriums zufolge begannen nach dem Katastrophenhochwasser von 1994 bereits 1995 die Untersuchungen zum Hochwasserschutz an der Wipper.

Ab 2003 wurde im Auftrag des Talsperrenbetriebs Sachsen-Anhalt Wippra geplant. Das Planungs- und Genehmigungsverfahren begann im Jahr 2006 und mit Bestandskraft des Planfeststellungsbeschlusses starteten schließlich 2014 die Bauarbeiten. Derzeit erfolgten noch Restarbeiten, das Hochwasserrückhaltebecken sei aber betriebssicher und im Fall eines Hochwassers einsatzbereit.

„Nunmehr kann ein 100-jährliches Hochwasserereignis der Wipper vollständig zurück gehalten und damit das Schadenspotential eines solchen Hochwassers für 21 Ortschaften im Unterlauf entscheidend entschärft werden. Der Hochwasserschutz in der Region wurde nachhaltig gestärkt“, erkläuteterte Dalbert die Schutzwirkung des Bauwerks.

Die Gesamtkosten für die Planung, den Bau und die Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen betragen nach Ministeriumsangaben rund 24 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte zu weiten Teilen aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie aus Mitteln des Bundes aus der „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) und aus Landesmitteln. Das Hochwasserrückhaltebecken Wippra ist ein so genanntes grünes Becken. Das bedeutet, dass ein Einstau von Wasser nur in Hochwassersituationen erfolgt.

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