|  

HyReKA: Derzeit keine Gefährdung des Trinkwassers durch Antibiotikaresistenzen

HyReKA: Derzeit keine Gefährdung des Trinkwassers durch Antibiotikaresistenzen
© TZW
22.05.2019 − 

Eine Gefährdung des Trinkwassers durch Antibiotikaresistenzen ist derzeit nicht zu erwarten, wenn die anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden und das Trinkwasser den gesetzlichen hygienisch-mikrobiologischen Anforderungen entspricht. Diese Feststellung traf Prof. Dr. Andreas Tiehm, Abteilungsleiter Mikro- und Molekularbiologie beim TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser im Hinblick auf das abgeschlossene Verbundvorhaben HyReKA über Antibiotikaresistenzen im Wasserkreislauf.

Trotzdem zeigten die Ergebnisse des Projekts, dass die Umwelt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen spiele. Zur Erfassung des aktuellen Ist-Zustandes und der mittel- bis langfristigen Entwicklungen sowie für eine abgesicherte Bewertung der Situation wird Tiehm zufolge allerdings eine bessere Datenbasis benötigt. Das TZW legte im Rahmen von HyReKA den Fokus nach eigenen Angaben auf Wasser, das für die Trinkwasserversorgung genutzt wird.

"Präventionsmaßnahmen in Kliniken ergreifen"

Prof. Martin Exner, Leiter des Hygiene-Instituts des Universitätsklinikums Bonn und der Projektleiter des Forschungsverbundes, hat sich dafür ausgesprochen, neue Präventionsmaßnahmen in Kliniken zum Schutz von Patienten, Personal und Besuchern zu ergreifen. Bestimmte Klinikabwässer seien aufgrund der nachgewiesenen Erregerkonzentrationen als hoch infektiös einzustufen. Das Abwassersystem beginne aber bereits mit den Toiletten und Siphons im Patientenzimmer, eine Rückkopplung zum Menschen hierüber sei nicht ausgeschlossen.

Die Ergebnisse ermöglichen es dem TZW zufolge nun, Handlungsempfehlungen und Lösungsansätze für die Politik, die Siedlungswasserwirtschaft, das Hygiene- und Umweltmanagement und die Landwirtschaft abzuleiten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Bund-Länder-Gespräche: Vorschlag zum Düngerecht soll im Juni vorliegen

Schleswig-Holstein: Einigung über reduzierte Einleitung radioaktiver Abwässer in die Elbe  − vor