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IGB: Fragmentierung von Flüssen durch Staudämme gefährdet große Wassertiere

IGB: Fragmentierung von Flüssen durch Staudämme gefährdet große Wassertiere
Dämme blockieren Wanderrouten der
Süßwasser-Megafauna (Symbolbild)
06.10.2021 − 

Wenn alle geplanten Staudämme gebaut werden, verlieren weltweit 19 Prozent der Flüsse mit über 500 Kilometern Länge, in denen große Tiere vorkommen, ihren Status als frei fließende Gewässer. Das zeigen Forschende unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in einer aktuellen Studie. Sie fanden heraus, dass Fließgewässer, in denen Dämme geplant sind, heute noch den höchsten Artenreichtum an großen Tieren beherbergen, teilte das IGB mit. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Biological Conservation veröffentlicht.

Der Verlust von frei fließenden Flüssen gefährde die biologische Vielfalt, und die Fragmentierung von Flüssen dauere an, erklärte das IGB. So seien mehr als 3.400 große Wasserkraftanlagen entweder geplant oder im Bau, die weitere Flüsse und Flussabschnitte zerteilen. Dies bedeute, dass intakte aquatische Lebensräume schwinden – insbesondere Lebensräume für die Süßwasser-Megafauna, also Tiere, die ein Körpergewicht von 30 Kilogramm und mehr erreichen können.

„Megafauna-Arten, in deren Verbreitungsgebiet die frei fließenden Flüsse nur eine geringe Länge haben, sind mit größerer Wahrscheinlichkeit vom Aussterben bedroht“, sagte der IGB-Forscher Fengzhi He, Erstautor der Studie. An der Studie waren neben dem IGB der WWF, die McGill University, die University of Nevada, Reno, die Universität Tübingen sowie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung beteiligt.

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