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ISOE: Für Zugang zu sauberem Wasser ist „Wasserwende“ notwendig

ISOE: Für Zugang zu sauberem Wasser ist „Wasserwende“ notwendig
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25.03.2019 − 

Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung hat für eine „Wasserwende“ plädiert, um den Zugang zu sauberem und erschwinglichem Wasser zu erleichtern. Eine wichtige Rolle spiele hierbei die Kreislaufführung von Wasser, teilte das Institut mit. Die Verfügbarkeit von Wasser in guter Qualität und ausreichender Menge sei sowohl für die nachhaltige Entwicklung von Gesellschaften als auch für intakte Ökosysteme zwingend. „Wenn wir bei der weltweiten Wasserversorgung niemanden zurücklassen wollen, wie die Vereinten Nationen das in den Nachhaltigkeitszielen erklärt haben, müssen wir Wasser konsequent mehrfach nutzen“, sagte ISOE-Wasserexperte Stefan Liehr.

Von den weltweit verfügbaren Wasserreserven eignen sich rund 99 Prozent nicht für die Trinkwasserversorgung, da es sich entweder um in polaren Eisdecken oder Gletschern gefrorenes Wasser oder um Salzwasser handelt, sagte Liehr. „Von dem verbleibenden rund einen Prozent, das für Menschen als Süßwasser in Frage kommt, stammt nur ein verschwindend kleiner Anteil aus Flüssen und Seen, der aber in vielen Regionen der Welt bereits stark übernutzt und verschmutzt ist.“ Dieselbe Situation stelle sich bei dem anderen, weitaus größeren Anteil dar, der als Grundwasser vorliege. „Auch dieses Wasser ist je nach Region bereits stark übernutzt“, sagte er.

„Anstatt die letzten Grundwasserressourcen zu erschließen, die sich zudem teilweise nur sehr langsam erneuern, müssen wir Abwasser als zusätzliche Wasserressource etablieren“, forderte Liehr. Das verringere den Druck auf den natürlichen Wasserkreislauf deutlich. „Eine regelrechte Wasserwende hin zu einer nachhaltigen Nutzung aller vorhandenen Ressourcen ist möglich und eine wichtige Voraussetzung für die weltweite Wasser- und Sanitärversorgung“, betonte Martin Zimmermann, ebenfalls Wasserforscher am ISOE. Dafür spiele die Übertragung des Kreislaufprinzips auf die Nutzung von Wasser eine entscheidende Rolle. Leicht verschmutztes Abwasser aus Haushalten, zum Beispiel aus Handwaschbecken und Duschen, könne mit vergleichsweise geringem Aufwand aufbereitet und für die Toilettenspülung oder Gartenbewässerung wiederverwendet werden. Kerngedanke eines nachhaltigeren Umgangs mit Wasser sei, dass nicht für alle Zwecke Trinkwasser benötigt wird, sagte Zimmermann.

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