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Klimawandel: Ruhrverband mahnt größere Flexibilität in der Talsperrensteuerung an

Klimawandel: Ruhrverband mahnt größere Flexibilität in der Talsperrensteuerung an
Die Möhnetalsperre des Ruhrverbands (Symbolbild)
30.09.2021 − 

Angesichts der Trockenheit der letzten Jahre und der Hochwasserereignisse im Juli dieses Jahres hat der Ruhrverband erneut eine größere Flexibilität in der Talsperrensteuerung angemahnt. Konkret sollten die im Ruhrverbandsgesetz festgelegten Grenzwerte zur Mindestwasserführung der Ruhr abgesenkt werden, forderte der Vorstandsvorsitzende des Ruhrverbands, Norbert Jardin, anlässlich der Vorstellung des 48. Ruhrgüteberichts 2020, den der Ruhrverband zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) veröffentlicht hat.

Das sei eine erste schnell umsetzbare und zielgerichtete Maßnahme, die ohne finanzielle Mittel auskomme und den ökologischen Zustand der Ruhr nicht verschlechtere, sagte Jardin. „Eine solche Absenkung würde die Klimaresilienz der Trinkwasserversorgung deutlich erhöhen und auch mehr Spielraum bei der Talsperrensteuerung in Hochwasserzeiten eröffnen.“ Das Ruhrverbandsgesetz sollte möglichst noch in diesem Jahr angepasst werden.

In trockenen Jahren ermöglichen die abgesenkten Grenzwerte zur Mindestwasserführung, den Wasserschatz in den Talsperren länger zu bewirtschaften, teilte der Ruhrverband mit. Gutachten hätten bestätigt, dass dadurch Engpässe bei der Trinkwasserversorgung und der Wasserversorgung vermieden werden könnten und keine relevanten Veränderungen der Qualität und des ökologischen Zustands der Ruhr zu erwarten seien.

Bei der Hochwassersteuerung verschafften abgesenkte Grenzwerte dem Talsperrensystem mehr Flexibilität, da Vorentlastungen von Talsperren bei Starkregenereignissen risikoärmer als bisher vorgenommen werden könnten. Denn selbst wenn auf ein Hochwasser eine lang anhaltende Trockenphase folgen sollte, verhinderten die abgesenkten Grenzwerte eine schnelle Entleerung der Talsperren und damit auch das Risiko, dass die Trinkwasserversorgung in Gefahr gerät.

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