|  

Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet Biber-Verordnung

Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet Biber-Verordnung
Bildquelle: fotofrank - stock.adobe.com - 82847092
24.05.2019 − 

In Mecklenburg-Vorpommern soll es bis Ende des Jahres eine Biber-Verordnung geben. Das hat Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) im Landtag im Schweriner Schloss angekündigt. Die Verordnung soll die Vergrämung oder Entnahme von Bibern erleichtern, teilte das Umweltministerium mit. Ausnahmen vom bestehenden Tötungs- oder Schädigungsverbot sollen demnach in bestimmten Fallkonstellationen auch ohne vorherige Einzelfallprüfung und Einzelfallgenehmigung durch die zuständige Naturschutzbehörde möglich sein. Einschränkungen werde es hingegen in naturschutzrechtlich geschützten Gebieten geben.

Backhaus unterstrich, dass die wachsende Biberpopulation ein absoluter Erfolg des Naturschutzes sei. Leider müsse man auch feststellen, dass die Zahl der durch den Biber verursachten Konflikte weiter zunehme. 2018 seien dem Landesverband der Wasser- und Bodenverbände nach eigenen Angaben rund 1.100 Problemstellen gemeldet worden. Dazu gehöre unter anderem die Überschwemmung von landwirtschaftlichen Nutzflächen, Wegen, Straßen und Bahntrassen durch den Anstau von Gräben und Bächen, aber auch die Schädigung wichtiger Hochwasserschutzanlagen.

Zur Beseitigung der Schäden seien nach Angaben der Wasser- und Bodenverbände allein in 2018 Kosten in Höhe von circa 460.000 Euro entstanden, berichtete Backhaus. 2014 seien es nach Angaben der Wasser- und Bodenverbände etwa 700 Problemstellen mit einem Schadensvolumen von rund 50.000 Euro gewesen. „Der Trend ist eindeutig und verlangt nach praktikablen Maßnahmen“, sagte der Minister.

Geeignete Handlungsoptionen im Konfliktfall sind nach Angaben des Ministeriums unter anderem der Einbau von Dammdrainagen („Bibertäuscher“), der Rückbau (auf definierte Höhen) oder Abtrag von Biberdämmen, der Einsatz von Verbissschutzmitteln, die Zäunung gefährdeter (Forst-)Kulturen, die Anlage/ Förderung von Gewässerrandstreifen mit Weichhölzern, der Einbau von grabesicheren Materialien in Deichen/Dämmen und in Einzelfällen ggf. auch die Vergrämung oder Entnahme von Bibern.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Claudia Castell-Exner ist neue EurEau-Präsidentin

Baden-Württemberg: Plattform P-Rück offiziell gegründet  − vor