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Landeswasserversorgung fordert „Masterplan Trinkwasser“ für Baden-Württemberg

Landeswasserversorgung fordert „Masterplan Trinkwasser“ für Baden-Württemberg
Bildquelle: magele-picture - stock.adobe.com
30.10.2018 − 

Die Landeswasserversorgung Baden-Württemberg (LW) fordert einen Masterplan für eine sichere Trinkwasserversorgung vom Land. „Der Klimawandel bedingt, dass sich die örtlichen, regionalen und überregional tätigen Wasserversorgungsunternehmen mehr als bisher vernetzen. Es müssen zusätzliche Redundanzen geschaffen werden, dass auch bei ungünstigen Konstellationen eine sichere Versorgung überall gewährleistet werden kann“, so Jürgen Zieger, Vorsitzender des Zweckverbands Landeswasserversorgung und Oberbürgermeister von Esslingen, auf der Verbandsversammlung am letzten Dienstag in Heidenheim.

Ein Masterplan Trinkwasser könnte aus Sicht der LW die Vernetzung der einzelnen Wasserversorger untereinander vereinfachen, um in Zukunft Versorgungsengpässe zu vermeiden. Dies sei vor allem für Gebiete mit flachen Grundwasserspiegeln wichtig.

Wasserversorger müssen bereits heute viel für Instandhaltung aufwenden

Die Versorgungssicherheit kann laut Zieger zukünftig nur auf gleichbleibendem Niveau weiter gewährleistet werden, wenn genügend Mittel für die Instandhaltung der Netze und Anlagen zur Verfügung stehen. Bereits heute wende die LW deutlich mehr Geld für die Unterhaltung und Erneuerung auf, als vor zehn Jahren. Und trotz dieser Investitionen sieht Zieger die Qualität des Trinkwassers als gefährdet an. Grund hierfür sei die steigende Nitratbelastung.

Nach einen Fachgespräch zwischen den Umwelt- und Landwirtschaftsministerien sowie der LW wurde Ende September erklärten die Minister, dass die Nitratbelastung des Grundwassers in Baden-Württemberg über die Jahre deutlich zurückgegangen sei und dass sie die konstruktiven Anregungen der Landeswasserversorgung berücksichtigen werden (EUWID 39.2018). Zieger sieht diesem Punkt kritisch: „Wenn das Land meint, es sei alles in bester Ordnung, wir uns aber vom erklärten Ziel der 30 mg/L (Nitrat) entfernen, dann gibt es Gesprächsbedarf und es besteht Handlungsbedarf, der über ein ‚Weiter-wie-bisher’ hinausgeht.“

LW besorgt über steigende Nitratwerte

Der Verbandsvorsitzende wiederholte die Forderung der LW, dass die Landwirte in Baden-Württemberg die Vorschriften der Düngeverordnung einhalten und dass das Land dies überprüft. Auch müsse der Wasserversorger Informationen zu den eingesetzten Stickstoffmengen erhalten „weil es keinen Sinn ergibt, nur über Konzentrationen im Grundwasser zu diskutieren, solange wir nicht wissen, was wo ins Grundwasser eingetragen wird. Das gehört eigentlich zu einer sorgfältigen Grundlagenermittlung“, sagte er. Nur so könne man die Nitratkonzentration langfristig in den Griff bekommen.

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