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LfU lässt 690 km Deiche an Oder, Spree und Lausitzer Neiße mittels ALS vermessen

LfU lässt 690 km Deiche an Oder, Spree und Lausitzer Neiße mittels ALS vermessen
Deich - Symbolbild.
17.03.2021 − 

In Brandenburg werden derzeit im Auftrag des Landesamtes für Umwelt (LfU) Deiche an der Oder, Spree, Lausitzer Neiße sowie ihrer Nebengewässer mittels Airborne Laserscanning (ALS) auf einer Länge von insgesamt 690 km vermessen. Dabei erfasst ein an einem Flugzeug angebrachter Laser die Geländeoberfläche. In nur acht Flugtagen entstehen zentimetergenaue, hochauflösenden Daten, die eine wichtige Grundlage für den Hochwasserschutz bilden.

Für die Befliegung der Spree sind zwei Flugtage eingeplant, für Oder und Lausitzer Neiße sind insgesamt bis zu sechs Flugtage angesetzt. Neben den Deichen erfassen die Scanner auch einen 120 Meter-Pufferstreifen. Im Vergleich zur terrestrischen Vermessung sei die Laserscanbefliegung günstiger und schneller, berichtet das Landesumweltministerium in einer Mitteilung. Die Ergebnisse seien sehr gut verwertbar, das habe der erstmalige Einsatz dieser Technologie entlang der Schwarzen Elster und Elbe im vergangenen Jahr gezeigt.

Aus den Daten werden ein Digitales Geländemodell (DGM) und ein Digitales Oberflächenmodell der Deiche berechnet. Die absoluten Genauigkeiten liegen den Angaben zufolge bei etwa fünf cm Höhengenauigkeit und zehn cm Lagegenauigkeit und sind damit deutlich präziser als die im Land verfügbaren Daten des sogenannten DGM1. Parallel werden Luftbildaufnahmen (Orthophotos) erzeugt, ebenfalls mit einer sehr guten Lagegenauigkeit von zehn cm. Im dritten Schritt werden 3D-Bruchkanten, Isolinien sowie ein Vegetationshöhenmodell aus den Daten abgeleitet. Die vollständige Auswertung der sehr großen Datenmengen dauerenach erfolgter Befliegung etwa drei Monate. Im Juli 2021 rechnet das Landesamt mit den Ergebnissen.

Deich- und Geländekanten können besser als bisher abgebildet werden

Mit den hochgenauen Daten können Deich- und Geländekanten noch besser als bisher abgebildet werden, so das Landesamt. Die Daten bildeten eine wertvolle Grundlage sowohl bei der Modellierung insbesondere von Hochwassern als auch bei Zustandsanalysen der Hochwasserschutzanlagen. So könnten etwaige Erfordernisse zur Ertüchtigung oder Unterhaltung von Deichen, wie zum Beispiel Deichfehlhöhen, erkannt werden. Darüber hinaus nutze das Landesamt die Daten für die Aktualisierung der Risikogebiete und Karten im Rahmen der Umsetzung der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie sowie für die Abschätzung von Gefährdungslagen im Hochwasserfall.

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