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Mecklenburg-Vorpommern: Bemühungen um bessere Phosphorelimination laufen weiter

Mecklenburg-Vorpommern: Bemühungen um bessere Phosphorelimination laufen weiter
Der P-Eintrag in Gewässer soll weiter reduziert werden
27.08.2020 − 

In Mecklenburg-Vorpommern laufen die freiwilligen Bemühungen zur Verminderung von Phosphoreinträgen aus kommunalen Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 weiter. In diesem Jahr sollen 13 Kläranlagen mit einer Phosphorelimination nachgerüstet werden, teilte das Schweriner Umweltministerium mit. Bei zwei Kläranlagen soll die vorhandene Phosphorelimination verbessert werden. Vier Kläranlagen sollen außer Betrieb genommen werden, und ihr Abwasser soll zu Kläranlagen mit Phosphorelimination übergeleitet werden. Darüber hinaus führen die unteren Wasserbehörden vorbereitende Gespräche mit den Betreibern von 19 Kläranlagen mit dem Ziel, deren Reinigungsleistung zu verbessern.

Ministerium erinnert an "Gemeinsame Erklärung"

Das Ministerium erinnerte an die „Gemeinsame Erklärung zur weiteren Verminderung der Phosphoreinträge aus öffentlichen Kläranlagen in die Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns“, die Umweltminister Till Backhaus (SPD) und Vertreter der BDEW-Wasserwirtschaft Landesgruppe M-V und die Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser M-V im August 2018 unterzeichnet haben. Ziel ist es, bei den Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 mit Reinigungskapazitäten bis zu 10.000 Einwohnerwerten, für die bisher keine bundeseinheitlichen Anforderungen an die Phosphorelimination gestellt werden, die Reinigungsleistung beim Parameter Phosphor durch Optimierungs- oder investive Maßnahmen weiter zu verbessern.

Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 emittieren rund 60 Prozent der Phosphorfracht

Obwohl die Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 nur 16 Prozent der gesamten Ausbaugröße der kommunalen Kläranlagen im Land ausmachen, emittieren sie rund 60 Prozent der gesamten Phosphorfracht aller Kläranlagen, so das Ministerium. Eine erste Auswertung, welche Aktivitäten unter dem Dach der Gemeinsamen Erklärung seit August 2018 begonnen oder zum Abschluss gebracht werden konnten, zeige bereits positive Ergebnisse. In den Jahren 2018 und 2019 sei auf acht Kläranlagen eine Phosphorelimination in Betrieb gegangen. Vier Kläranlagen seien stillgelegt worden, und ihr Abwasser werde zu Kläranlagen mit einer Phosphorelimination übergeleitet. Die konkreten Frachtreduzierungen würden sich in den nächsten Jahresberichten der Kläranlagen auch zahlenmäßig niederschlagen, prognostizierte das Ministerium.

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