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Neue Ozonungsanlage soll Mikroschadstoffe auf Kläranlage Aachen-Soers entfernen

Neue Ozonungsanlage soll Mikroschadstoffe auf Kläranlage Aachen-Soers entfernen
Bildquelle: Wasserverband Eifel-Rur (WVER)
13.04.2018 − 

Auf der Kläranlage Aachen-Soers des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) wurde die bundesweit größte Vollstrom-Ozonungsanlage in Betrieb genommen. Das teilte das nordrhein-westfälische Umweltministerium am Donnerstag mit. „Damit ist diese Ozonungsanlage nicht nur die bundesweit größte Anlage ihrer Art, sie ist auch ein Leuchtturmprojekt, das als großtechnisches Demonstrationsvorhaben in der Fachwelt über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus Beachtung finden wird“, sagte Staatssekretär Heinrich Bottermann bei der offiziellen Einweihung.

Bereits 2013 habe der Wasserverband Eifel-Rur das Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) der RWTH Aachen mit einer Machbarkeitsstudie zu der Frage, wie sich Mikroschadstoffe aus Abwasser eliminieren lassen beauftragte. Das Ergebnis: Die Ozonung stellte sich als geeignetes Verfahren für die Kläranlage Aachen-Soers heraus, um im Abwasser befindliche Mikroschadstoffe zu entfernen, so das Ministerium.

Gleichzeitig stimmte der WVER mit dem Umweltministerium den Angaben zufolge die Förderung eines umfangreichen Demonstrationsvorhabens ab. Durch ein breit aufgestelltes Monitoring sollte untersucht werden, wie durch die Verminderung der über den Kläranlagenablauf eingetragenen Mikroschadstoffe die Gewässerqualität verbessert wird.

Nach Inbetriebnahme sollen die vom Land NRW mit insgesamt knapp 2,6 Millionen Euro geförderten Untersuchungen noch bis Ende 2019 andauern. „Ich freue mich, dass der WVER den Weg in die Zukunft mit der 4. Reinigungsstufe auf freiwilliger Basis mitgeht, denn es entspricht dem Ziel der Landesregierung, die 4. Reinigungsstufe nicht flächendeckend, sondern an Belastungsschwerpunkten einzusetzen. Wir unterstützen die Weiterentwicklung der Technologien und den Ausbau von Kläranlagen, dort wo es notwendig ist“, sagte der Staatssekretär.

Staatssekretär Dr. Bottermann betonte die Bedeutung einer intakten Infrastruktur in der Wasserwirtschaft. „Es wird immer viel über Brücken, Straßen und Schienen geredet. Wir dürfen die lebenswichtige Infrastruktur in der Wasserwirtschaft nicht vergessen“, sagte er. „Der Schutz des Wassers und der Gewässer in Nordrhein-Westfalen hat zentralen Stellenwert für unsere Umweltpolitik. Gewässerschutz muss daher konsequent und kooperativ mit den Akteuren angegangen werden.“

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