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Niedersachsen: Handlungsbedarf wegen Nitrat bei zahlreichen Grundwasserkörpern

Niedersachsen: Handlungsbedarf wegen Nitrat bei zahlreichen Grundwasserkörpern
Umweltminister Lies ©Umweltministerium Niedersachsen
12.05.2020 − 

In Niedersachsen gibt eine große Zahl von Grundwasserkörpern, für die dringender Handlungsbedarf besteht. So lautet gestern das Fazit einer Konferenz mit Wasserversorgern, wie das Umweltministerium des Bundeslandes mitteilte.

Rund 39 Prozent der Landesfläche fallen zurzeit in den Bereich der Roten Gebiete mit einer hohen Nitratbelastung von mehr als 50 Milligramm pro Liter und befinden sich damit laut EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in einem schlechten chemischen Zustand, so das Ministerium.  

Im Rahmen der Video-Konferenz seien sich die Experten darüber einig gewesen, dass bei Teilen der Landwirtschaft eine Verantwortung für zu hohe Nitratwerte im Grundwasser liege. „An einer Reduzierung des Düngereinsatzes werden wir für einzelne Landwirtschaftsbetriebe nicht herumkommen“, sagte Lies. Landwirts, die nicht Verursacher für schlechte Nitratwerte sind, sollten aber auch künftig nicht zu Verursachern gemacht werden.

„Weg von der Pauschalierung, hin zum Verursacherprinzip“

Einschränkungen beim Düngereinsatz sollten diejenigen treffen, die für die Situation verantwortlich sind. Deshalb will das Land Lies zufolge bei der Düngeverordnung von der Pauschalierung wegkommen und zur Differenzierung und damit zum Verursacherprinzip wechseln. Eine pauschale Reduzierung um 20 Prozent sei keine Lösung; die Kritik der Landwirtschaft an dieser „falschen Pauschalisierung“ sei verständlich.

Mit Nachdruck stelle sich der Wasser-Gipfel allerdings der Kritik von Landwirten entgegen, dass ein falsches Messsystem oder fehlerhafte Messstellen ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit liefern würden.

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