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Niedersachsen stellt Entwurf für strengere Landes-Düngeverordnung vor

Niedersachsen stellt Entwurf für strengere Landes-Düngeverordnung vor
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11.09.2019 − 

Niedersachsen hat eine Verschärfung seiner Landes-Düngeverordnung eingeleitet. Die Gebietskulisse Grundwasser mit Düngebeschränkungen umfasst danach rund 39 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Mit Hilfe der Länderverordnung sollen die Nährstoffeinträge in belastete Wasserkörper durch die Landwirtschaft verringert und damit die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erreicht werden, teilte das Umweltministerium Niedersachsen gestern mit.

Unter anderem sollen in den nitrat- und phosphatsensiblen Gebieten verpflichtende Wirtschaftsdüngeranalysen vor der Aufbringung auf die Flächen eingeführt werden, um den genauen Nährstoffgehalt zu kennen und so die Düngung noch präziser gestalten zu können.

Der Entwurf der „Niedersächsischen Verordnung über düngerechtliche Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat oder Phosphat (NDüngGewNPVO)“ sei nun mit Zustimmung des Kabinetts zur Verbandsbeteiligung freigegeben worden, so das Agrarministerium.

Weiteren Verfahren der EU-Kommission soll entgegengewirkt werden

Mit der neuen Verordnung solle auch weiteren Verfahren der EU-Kommission wegen Nichtumsetzung der EG-Nitratrichtlinie wirksam entgegengewirkt werden. Die Kommission hatte unter anderem kritisiert, dass noch nicht alle Bundesländer ihre Düngeverordnungen an die neuen Vorschriften angepasst hatten. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte unter anderem Niedersachsen für Verzögerungen bei der Ausarbeitung schärferer Düngeregeln kritisiert (EUWID 35.2019). Die Ausarbeitung habe länger gedauert, weil nicht nur nitrat-, sondern auch die phosphatsensiblen Gebiete erfasst wurden, argumentierte das Landesministerium. Die Verbände haben nun drei Wochen Zeit, zum Verordnungsentwurf Stellung zu nehmen. 

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