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Nitratbericht 2020: Belastung im Grundwasser weiterhin zu hoch

Nitratbericht 2020: Belastung im
Düngen in der Landwirtschaft ©romankrykh - stockadobe.com
10.07.2020 − 

Der Zustand des Grundwassers in Deutschland hat sich leicht verbessert: Die Anzahl der Messstellen, bei denen der EU-weite Nitrat-Grenzwert im Grundwasser überschritten wird, ist seit 2016 leicht gesunken. Das geht aus dem aktuellen Nitratbericht 2020 hervor, den das Bundesumwelt- (BMU) und das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) gestern veröffentlicht haben.

Die hohen Konzentrationen von Pflanzennährstoffen in den Küsten- und Meeresgewässern von Nord- und Ostsee seien aber noch zu hoch. Der Grenzwert der EU-Nitratrichtlinie zum Schutz des Grundwassers vor Nitrat wird dem Bericht zufolge an einem Viertel der Messstellen weiterhin nicht eingehalten.

Die neue Düngeverordnung, die mit einer passgenauen Ausweisung belasteter Gebiete und mehr Verursachergerechtigkeit einher gehe, wird nach den Erwartungen der Ministerien zu weniger Nitratbelastung führen.

Insgesamt ist die Nitratbelastung des Grundwassers in Deutschland weiterhin als zu hoch einzustufen, heißt es im Nitratbericht. An 26,7 Prozent der Messstellen des EU-Nitratmessnetzes lagen die Nitrat-Konzentrationen zwischen 2016 und 2018 im Mittel über dem EU-Nitratgrenzwert von 50 mg/l. Im vorherigen Berichtszeitraum 2012 bis 2015 (EUWID 1/2.2017) betrug dieser Anteil noch 28,2 Prozent, so dass im Vergleich eine leichte Verbesserung festzustellen sei.

Die Ergebnisse des EUA-Messnetzes, das die Gesamtsituation im Grundwasser der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung aller Nutzungen - Landwirtschaft, Wald, Siedlung - abbilde, zeigten, dass der Schwellenwert von 50 mg/l Nitrat an 17,3 Prozent der Messstellen überschritten wird. Die Belastungsschwerpunkte mit Messstellen über 50 mg/l Nitrat treten dabei den Angaben zufolge überwiegend unter landwirtschaftlicher Flächennutzung auf. Unter den Nutzungen Siedlung und Wälder finden sich dagegen selten hoch belastete Messstellen.

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