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Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“ endet mit Schaffung der Insel „Kälberwerder“

Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“ endet mit Schaffung der Insel „Kälberwerder“
Bei Lenzen soll eine neue Elbinsel entstehen. (Symbolbild)
29.09.2020 − 

Das Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“ ist auf der Zielgeraden. Seit gestern entsteht an der Unteren Mittelelbe in Sachsen-Anhalt bei Lenzen wieder die Insel „Kälberwerder“, die es dort zuletzt vor 120 Jahren gab. Es handle sich um die letzte große Maßnahme auf dem Gebiet der Hohen Garbe im Biosphärenreservat Mittelelbe, teilten das Bundesumweltministerium (BMU), Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit. Das Auenzentrum des BUND auf Burg Lenzen lasse hierfür eine verlandete Nebenrinne der Elbe ausheben und verbinde sie mit dem Hauptstrom. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) wies darauf hin, dass naturnahe Auen nicht nur wichtig für die biologische Vielfalt und eine intakte Natur seien. Durch die Wiederbelebung der Auenlandschaft um den „Kälberwerder“ werde der Wasserhaushalt in der Landschaft verbessert, indem Wasser in dem Gebiet bei Hochwasser zurückgehalten und bei Trockenheit an die Umgebung abgegeben wird. Der Schutz und Erhalt von intakten Auen sei wichtiger denn je.

Die zwischen Insel und Festland entstehende Nebenrinne sei für die Artenvielfalt im Wasser, aber auch in den angrenzenden Auen immens wichtig, sagte der Vorsitzende des BUND, Olaf Bandt. In solchen Seitenarmen fänden sich für zahlreiche Bewohner des Flusses passende Lebensbedingungen. Die Geschwindigkeit der Strömung und die Beschaffenheit des Bodens seien für sie günstiger als im Hauptstrom, und das Wasser erwärme sich aufgrund der geringeren Tiefe schneller. „Daher leistet diese Maßnahme auch einen bedeutenden Beitrag, um den ökologischen Zustand der Elbe im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu verbessern“, sagte Bandt. „Für den guten ökologischen Zustand, den die Richtlinie bis 2027 vorgibt, bedarf es jedoch noch vieler weiterer Anstrengungen.“

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