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Rat der EU einigt sich auf strengere Regeln für Materialien in Kontakt mit Trinkwasser

Rat der EU einigt sich auf strengere Regeln
©Daniel Berkmann - stock.adobe.com
06.03.2019 − 

Der Rat der Europäischen Union hat eine Einigung über die vorgeschlagene Überarbeitung der Trinkwasserrichtlinie erzielt. Für Materialien in Kontakt mit Trinkwasser sollen dem Willen der Umweltminister der Mitgliedstaaten nach in Zukunft strengere Regeln gelten. Das gab der Rat der EU am Dienstag bekannt. Mit den vorgeschlagenen neuen Regeln sollen die Qualitätsstandards für Trinkwasser auf den neuesten Stand gebracht und ein kosteneffektiver, risikobasierter Ansatz bei der Überwachung der Wasserqualität eingeführt werden.

Diese Entscheidung des Rates, die einige Änderungen zum ursprünglichen Entwurf der Europäischen Kommission enthält, bildet die Grundlage für die Trilogverhandlungen mit dem Europäischen Parlament, die in der kommenden Legislaturperiode 2019-2024 stattfinden werden.

Der Rat hat sich den Angaben zufolge darauf verständigt, dass für Leitungswasser strengere Regeln gelten sollen. Hierzu zählt auch ein neues Verfahren für die Festlegung von Hygieneanforderungen für Materialien, die mit Leitungswasser in Berührung kommen, wie etwa Leitungsrohre. Dadurch soll die Qualität solcher Materialien verbessert werden, um die menschliche Gesundheit zu schützen und Verunreinigungen vorzubeugen.

Im Dossier zu den vorgeschlagenen Änderungen der Trinkwasserrichtlinie heißt es, dass für die genannten Materialien Qualitätsstandards festgelegt werden müssen, um sicherzustellen, dass die Gesundheit nicht gefährdet wird und dass sich die Materialien nicht negativ auf Farbe, Geruch oder Geschmack des Wassers auswirken. Auch soll so die Vermehrung von Mikroorganismen im Wasser und mögliche Kontaminationen vermieden werden.

Hierfür sollen gemäß der Entscheidung des Rates Positivlisten erstellt werden. Mit dieser Änderung am Entwurf der EU-Kommission kommt der Rat den Forderungen der Wasserwirtschaft nach, die immer wieder auf die Bedeutung der Materialen in Kontakt mit Trinkwasser hingewiesen hatte.

„Ich weiß, dass sauberes Trinkwasser uns allen wichtig ist – das hat die europäische Bürgerinitiative ‚Right2Water’ gezeigt. Daher freue ich mich sehr, dass wir heute eine Einigung über den Standpunkt des Rates zur Trinkwasserrichtlinie erzielt haben. Das sendet eine klare Botschaft: Egal, wo man sich in Europa befindet, man kann das Wasser trinken und muss sich dabei keine Sorgen um seine Gesundheit machen“, so Ioan Deneș, rumänischer Minister für Gewässer und Wälder.

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