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Rat der EU: Wasserwiederverwendung soll flexibel angewendet werden

Rat der EU: Wasserwiederverwendung soll flexibel angewendet werden
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27.06.2019 − 

Der Umweltrat der EU hat sich im Hinblick auf die Wasserwiederverwendung für Flexibilität ausgesprochen. Die Mitgliedsstaaten sollen selbst entscheiden können, ob sie aufbereitetes Abwasser für die Bewässerung einsetzen möchten oder nicht. Das teilte der Rat am Mittwoch in Luxemburg mit, wo der Standpunkt des Rates – eine so genannte allgemeine Ausrichtung – zur Verordnung festgelegt wurde, die die Verwendung von kommunalem Abwasser für die landwirtschaftliche Bewässerung regeln soll. Die Verhandlungen zur EU-Verordnung für die Wasserwiederverwendung dauern somit weiter an.

Die neuen Regeln zu Wasserwiederverwendung sollen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels dienen – so soll die Verfügbarkeit von Wasser verbessert und Anreize für eine effizientere Wassernutzung geschaffen werden. „Wir unternehmen heute einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung von neuen Regeln, die die Wiederverwendung von Wasser ermöglichen werden, und zwar auf eine Art, die sicher für Menschen und Tiere und gut für die Umwelt ist. Es ist sinnvoll, harmonisierte Mindeststandards für die Qualität von aufbereitetem Wasser und für die Überwachung der Qualität festzulegen, damit unsere Landwirte aufbereitetes Wasser verwenden können. Wir lernen hier auch aus der Erfahrung einiger Mitgliedstaaten, die bereits seit Jahrzehnten erfolgreich Wasser wiederverwenden“, erklärte Ioan Deneș, rumänischer Minister für Gewässer und Wälder.

Bewässerung mit gereinigtem Abwasser?

Ob und in welchem Umfang die EU-Mitglieder gereinigtes Abwasser für die Bewässerung in der Landwirtschaft einsetzen wollen, soll jedes Land selbst entscheiden können. Darauf hatten auch die Wasserverbände gedrängt. Angesichts der sehr unterschiedlichen geografischen und klimatischen Gegebenheiten in den Mitgliedstaaten räumt der Rat den Mitgliedstaaten in seinem Standpunkt Flexibilität bei dieser Entscheidung, hieß es.

Die Wasserwiederverwendung ist aus Sicht des Rates besser für die Umwelt als andere Methoden der Wasserversorgung wie etwa Fernleitungen oder Entsalzungsanlagen. Die bestehenden EU-Vorschriften zur Lebensmittelhygiene gelten weiterhin.

Es sollen strenge Qualitätsstandards gelten

Bedenken in wie weit das aufbereitete Abwasser hygienischen Standards entspricht, äußert der Rat keine. Der Vorschlag zur Verordnung enthält laut EU-Rat strenge Anforderungen an die Qualität des aufbereiteten Wassers und an die Überwachung der Qualität, um die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umwelt zu schützen.

Zudem sollen die Mitgliedstaaten sicherstellen, dass die in der Verordnung enthaltenen Anforderungen stets den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Deswegen sei eine Klausel in den Text aufgenommen worden, die festlegt, dass die Mindestanforderungen an die Qualität des aufbereiteten Wassers überarbeitet werden müssen, sofern sich der technische Standard verändert hat.

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