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Regenreport Hamburg: Es gilt, weniger Wasser in Siel- und Gewässersysteme einzuleiten

Regenreport Hamburg: Es gilt, weniger Wasser
Starkregen ©animaflora - stock.adobe.com
10.12.2021 − 

Die einzige Möglichkeit, der prognostizierten Zunahme von Starkregen zu begegnen, ist es, weniger Wasser in Siel- und Gewässersysteme einzuleiten – sonst drohen häufigere Überflutungen, vor allem aufgrund der dynamischen Stadtentwicklung. Das erfordert ein integriertes Regenwassermanagement und neue Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen, heißt es in dem Regenreport, den der Versorger Hamburg Wasser gestern vorgestellt hat. Der Bericht betrachtet das hydrologische Jahr 2020/2021, das den Zeitraum von November bis Oktober des Folgejahres erfasst.

In dem betrachteten Zeitraum habe sich die Anzahl der jährlichen Starkregenereignisse der Kategorie „Starkregen“ fast verdoppelt – mit leicht steigender Tendenz. Es gab dem Report zufolge Stadtteile, die bis zu elfmal von Starkregen, dreimal von intensiven, zweimal von außergewöhnlichen oder einmal von extremen Starkregen betroffen waren.

Hamburg-Wasser-Geschäftsführer Ingo Hannemann sagte, vor dem Hintergrund des Klimawandels und einer dynamischen Stadtentwicklung müsse sich eine Großstadt wie Hamburg neuen Herausforderungen stellen, denn klimatische Extreme nähmen zu – das beweise das Jahr 2021 eindrucksvoll: Starkregenereignisse und Überflutungen würden zahlreicher, demgegenüber stünden höhere Wasserbedarfe, weil die Stadt wächst und weil Trockenphasen und Hitzewellen zunehmen. Als Lösungspartner für die Stadt Hamburg arbeite Hamburg Wasser langfristig daran, Hamburg zur Schwammstadt zu transformieren.

Gründächer als Bausteine des Systems Schwammstadt

Bausteine des Systems Schwammstadt seien neben vielen weiteren Maßnahmen Gründächer. Ein solches nehme Hamburg Wasser jetzt in Betrieb: Das neue Gründach auf einem Pumpwerks-Schalthaus in Neugraben-Fischbek ist mit einer Besonderheit ausgestattet: Eine zusätzliche Speicherschicht in der Gründachwanne ermögliche es, dass Regenwasser zwischengespeichert, verdunsten und kontrolliert in eine Mulde abgegeben werden könne. Ein integriertes Ventil, das an eine Wetter-App gekoppelt ist, reguliere die Wasserabgabe automatisch. Melde die Wetter-App beispielsweise ein bevorstehendes Starkregen-Ereignis, leere sich der Wasserspeicher des Dachs, um für das kommende Ereignis maximal aufnahmefähig zu sein. Dies schaffe mehr Speicherkapazität – lokal, ohne zusätzliche Flächenversiegelung und nur durch Nutzung bereits bestehender Flächen.

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