|  

Sachsen: „Brunnendörfer“ sollen an das öffentliche Trinkwassernetz

Sachsen: „Brunnendörfer“ sollen an das öffentliche Trinkwassernetz
©moquai86 - stock.adobe.com
02.04.2019 − 

In Sachsen sollen noch mehr Grundstücke an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen werden. Das Kabinett in Dresden hat hierfür am Dienstag ein Sonderprogramm beschlossen. Die sogenannten „Brunnendörfer“ sollen ihr Wasser in Zukunft nicht nur über Hausbrunnen beziehen. Das teilte das sächsische Umweltministerium mit. „Das extrem trockene und heiße Jahr 2018 hat gezeigt, dass sich nicht alle der etwa 27.000 nicht angeschlossenen Einwohner ausreichend selbst aus den vorhandenen Hausbrunnen versorgen können. Die Betroffenen mussten mit hohem Aufwand durch Nachbarn oder ihre Kommunen unterstützt werden“, so Umweltminister Thomas Schmidt (CDU).

Angesichts lang anhaltender Trockenperioden sind die Kommunen als Träger der öffentlichen Wasserversorgung gefordert, für problematische Gebiete zu prüfen, ob Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungssituation geboten sind, so das Ministerium. In solchen Fällen könne ein Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz eine geeignete Lösung sein, auch wenn dafür hohe Kosten wegen der oft abgelegenen Lage der betroffenen Grundstücke entstehen. Eine Alternative könnten auch von den Aufgabenträgern betriebene Brunnen sein, die mehrere Grundstücke versorgen.

„Der Freistaat Sachsen hat deshalb zur Unterstützung für Neuanschlüsse von bisher nicht an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossenen Grundstücken ein Förderprogramm neu aufgelegt. Damit werden Investitionen der Aufgabenträger in solche Neuanschlüsse mit bis zu 65 Prozent der Kosten unterstützt“, so der Minister.

Die Förderrichtlinie „Sonderprogramm öffentliche Trinkwasserinfrastruktur (RL öTlS/2019)“ kann von den Kommunen bzw. ihren Zweckverbänden bereits für Baumaßnahmen im Jahr 2019 genutzt werden. Dafür stellt der Freistaat dem Ministerium im laufenden Jahr vier Millionen Euro bereit. Für das Jahr 2020 seien weitere sechs Millionen Euro vorgesehen. Anträge können bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Gewässerschutz: Grüne fordern einfache Hoftorbilanz in der Düngeverordnung

Schadstoffbelastung durch industrielle Direkteinleiter europaweit rückläufig  − vor