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Sanierung des Dümmer Sees geht in entscheidende Phase

Sanierung des Dümmer Sees geht in entscheidende Phase
Dümmer See Landschaft
30.04.2020 − 

Die Bau- und Sanierungsarbeiten am Dümmer See werden fortgesetzt. Wie die Niedersächsische Staatskanzlei mitteilt, hat das jetzt das Kabinett beschlossen. Als nächster Schritt werde das Genehmigungsverfahren für den Bau eines Absetzbeckens, eines Großschilfpolders, eingeleitet und damit die Voraussetzung für den Bau einer entscheidenden Maßnahme zur Verbesserung der ökologischen Qualität des Dümmer Sees geschaffen.

Der Dümmer, der zweitgrößte See in Niedersachsen, sei durch Nährstoffe aus seinem Einzugsgebiet stark belastet. Die Folge seien regelmäßige Algenblüten, Fischsterben, Geruchsbelästigungen und weitere Beeinträchtigungen wie Badeverbote. „Eine Reihe von Maßnahmen haben sich in den letzten Jahren schon positiv ausgewirkt“, so Landesumweltminister Olaf Lies (SPD): „Mit dem Schilfpolder kann der Zustand des Sees jetzt wirklich nachhaltig verbessert werden. Damit erfüllen wir neben einem wichtigen ökologischen Ziel auch die verpflichtenden europäischen Vorgaben im Zuge der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie.“

Das Sanierungskonzept für den Dümmer See sieht darüber hinaus weitere ergänzende Maßnahmen im Einzugsgebiet vor, beispielsweise vom Land finanzierte Beratungsmaßnahmen für die Landwirtschaft, ergänzend zu den Vorgaben der Düngeverordnung, sowie Maßnahmen zur Renaturierung von Fließgewässern. „Diese dienen vorrangig dazu, den Flächenbedarf für den Schilfpolder auf ein Mindestmaß zu begrenzen, sie können ihn jedoch nicht ersetzen“, beschreibt Lies das Gesamtkonzept.

Diese Maßnahmen seien bereits 2013 eingeleitet worden und müssten fortgesetzt werden. Die Investitionsentscheidung soll das Kabinett erst nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens treffen. Dazu werde zunächst das Ergebnis des Verfahrens abgewartet. Die zuständige Planfeststellungsbehörde ist der Landkreis Osnabrück.

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