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Schleswig-Holstein: Einigung über reduzierte Einleitung radioaktiver Abwässer in die Elbe

Schleswig-Holstein: Einigung über reduzierte
Minister Jan Philipp Albrecht © Frank Peter
22.05.2019 − 

Bei der Stilllegung und dem Abbau des KKW Brunsbüttel soll deutlich weniger Radioaktivität in die Elbe gelangen als zunächst genehmigt worden und zulässig ist. Darauf haben sich das Kernkraftwerk Brunsbüttel (KKB) und mehrere Umweltverbände und Bürgerinitiativen geeinigt, teilte das Umweltministerium Schleswig-Holstein mit, das die Gespräche nach eigenen Angaben moderiert hat. Der Wert wurde von derzeit 1,85 x 1011 Becquerel (Bq) auf 5 x 109 Bq im Kalenderjahr abgesenkt, was einer Reduktion auf 2,7 Prozent entspreche.

Umweltminister Jan Philipp Albrecht sagte, die Möglichkeit, radioaktive Abwässer in die Elbe einzuleiten, werde zu einem positiven und möglichst reibungslosen Verlauf von Stilllegung und Abbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel beitragen. Im Anschluss an die Erteilung der Stilllegungsgenehmigung für das Kernkraftwerk sowie im Rahmen des wasserrechtlichen Verfahrens zur Einleitungserlaubnis war zuvor in Schleswig-Holstein und Niedersachsen kritisiert worden, dass der Wert für die zulässigen Ableitungen radioaktiver Stoffe mit dem Wasser gegenüber dem Leistungs- und Nachbetrieb nicht abgesenkt worden war, so das Ministerium.

BUND begrüßt Ergebnis

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Schleswig-Holstein hat die die Ergebnisse begrüßt, nachdem er nach eigenen Angaben im Rahmen des Verfahrens zum Rückbau des AKW Brunsbüttel die wasserrechtliche Einleitungserlaubnis kritisiert hatte. Mit der gestrigen Vereinbarung wird die Grundlage geschaffen, den von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragenen Rückbau des AKW Brunsbüttel zügig und in einem ausreichend sicheren Maß durchzuführen, sagte Rainer Guschel, Vorstandsmitglied im BUND-Landesverband Schleswig-Holstein.

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