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Strengere Düngeverordnungen für belastete Gebiete in Brandenburg und MV in Kraft

Strengere Düngeverordnungen für belastete
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05.08.2019 − 

Höhere Anforderungen an die Düngung in Gebieten mit nitratbelasteten Grundwasserkörpern gelten seit Ende Juli auch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Das teilten die Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft der beiden Bundesländer in der vergangenen Woche mit.

Das Brandenburger Ministerium wie darauf hin, dass die Nitrat-Belastung von Gewässern in dem Bundesland geringer sei als im Bundesdurchschnitt, wie der Nitrat-Bericht der Bundesregierung zeige. Der Bericht weist für das Bundesland Nitratwerte von 44 kg N/ha aus (EUWID 1.2017). Hauptgrund für die im Ländervergleich günstige Situation sei der für ein Flächenland vergleichsweise geringe Tierbestand. Auch Mecklenburg-Vorpommern zählt dem Nitratbericht zufolge mit einem Wert von 42 kg N/ha zu den Bundesländern mit den niedrigsten Nitratwerten.

Hohe Priorität für besondere Maßnahmen

Vor dem Hintergrund, dass die EU-Kommission Deutschland droht, wegen Nichteinhaltung der EU-Nitratrichtlinie ein weiteres Strafverfahren einzuleiten (EUWID 31.2019), habe die Umsetzung von besonderen Maßnahmen in den sogenannten roten Gebieten in allen Bundesländern hohe Priorität, sagte Staatssekretär Jürgen Buchwald.

Für die „roten Gebiete“ gilt laut Düngelandesverordnung gegenüber der Düngeverordnung des Bundes konkret unter anderem, dass das Aufbringen von Wirtschaftsdüngern nur erfolgen darf, wenn vor dem Aufbringen ihre Gehalte an Gesamtstickstoff, verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff auf der Grundlage wissenschaftlich anerkannter Messmethoden festgestellt worden sind.

Brandenburg: verpflichtende Überprüfung des Dickstoffgehalts im Frühjahr

In Brandenburg sind mit der neuen Landesverordnung nach Angaben des Agrar- und Umweltministeriums auf den ausgewiesenen Flächen unter anderem verpflichtende Untersuchungen des Wirtschaftsdüngers vor Ausbringung sowie eine ebenfalls verpflichtende Überprüfung des Stickstoffgehalts im Boden im Frühjahr vorgeschrieben.

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