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Thüringen hat Förderrichtlinie für Kleinkläranlagen verlängert

Thüringen hat Förderrichtlinie für Kleinkläranlagen verlängert
Symbolbild Kläranlage.
04.01.2021 − 

Die anderthalb Jahre alte Förderrichtlinie für Kleinkläranlagen in Thüringen ist für weitere drei Jahre bis Ende 2023 verlängert worden. Grundstückseigentümer erhalten damit weiterhin den erhöhten Zuschuss für den Ersatz-Neubau oder die Nachrüstung einer bestehenden Kleinkläranlage. „Damit schützen wir unsere Gewässer und setzen eine faire Kostenverteilung bei Abwasseranschlüssen auf dem Land um. Die Förderrichtlinie ist ein erfolgreicher Teil unseres Abwasserpaktes mit dem Gemeinde- und Städtebund“, so Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne).

Nach Angaben des Landesumweltministeriums erhöhte sich im August 2018 für den Ersatz-Neubau einer Kleinkläranlage für vier Einwohner der Grundzuschuss von 1.500 Euro auf 2.500 Euro zuzüglich 250 Euro für jeden weiteren Einwohner (zuvor 150 Euro). Für die Nachrüstung einer vorhandenen Kleinkläranlage für vier Einwohner stieg der Grundzuschuss von 750 Euro auf 1.250 Euro zuzüglich 125 Euro für jeden weiteren Einwohner (zuvor 75 Euro). Bei der Errichtung von privaten und öffentlichen Gruppenkleinkläranlagen, d.h. Kleinkläranlagen für mehrere Grundstücke, gibt es für den Bau von Schmutzwasserkanälen, die im öffentlichen Raum liegen, einen Zuschuss von 250 Euro pro Meter.

Bei der Errichtung von rein öffentlichen Gruppenkleinkläranlagen, d.h. Kleinkläranlagen der Abwasserzweckverbände bzw. eigenentsorgenden Gemeinden, werde der Zuschuss seit August 2018 zusätzlich um zehn Prozent erhöht. Bei privaten Bauherren könne alternativ zu den Zuschüssen weiterhin ein zinsgünstiges Darlehen gewährt werden.

Die Förderung sei für die Grundstückseigentümer möglich, deren Grundstück nach dem Abwasserbeseitigungskonzept des Zweckverbandes oder der eigenentsorgenden Gemeinde dauerhaft nicht an eine kommunale Abwasserentsorgung angeschlossen werden soll. Anträge für die Förderung von Kleinkläranlagen seien ausschließlich an die Abwasserzweckverbände bzw. eigenentsorgenden Gemeinden zu richten. Entsprechende Antragsformulare seien dort erhältlich. Anträge, die bei der Thüringer Aufbaubank eingegangen seien und noch nicht bewilligt wurden, würden nach dieser Richtlinie bearbeitet.

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