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Thüringen: Wasser aus Talsperren wird zur Stromerzeugung genutzt


Bildquelle: Thüringer Fernwasserversorgung
21.05.2019 − 

In Erfurt soll eine Brauchwasserkraftanlage gebaut werden. Das teilte die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) anlässlich der Grundsteinlegung der Anlage mit. Im Rahmen des Projekts „Westring-Kaskade“ sollen die Talsperren Schmalwasser und Tambach-Dietharz, die nicht mehr für die Fernwasserversorgung benötigten werden, sowie eine Fernwasserleitung miteinander verbunden.

Es sei geplant, dass das Wasser aus den Talsperren auf den rund 45 Kilometern nach Erfurt zwei Wasserkraftanlagen passiert. Darüber hinaus soll das Talsperrenwasser auch zur Bewässerung in der Landwirtschaft und zum Füllen eines Teichs genutzt werden. Mit den Einnahmen aus der Vermarktung des so gewonnenen Stroms, können Anlagen, die sonst kostenträchtig zurückbebaut werden müssten, gewinnbringend wirtschaftlich nachgenutzt werden, hieß es.

„Mit der Westringkaskade unterstützen wir zukünftig die Obstbauern der Fahner Höhe beim Bewässern ihrer Anbauflächen. Zusätzlich leisten die neuen Wasserkraftwerke einen Beitrag zur Energiewende und halten die Wasserpreise stabil“, erklärte Umweltstaatssekretär Olaf Möller bei der Grundsteinlegung. Erste Projekte in Zusammenarbeit mit der Thüringen Wasser GmbH seien in der Entwicklung.

„Wir wollen einen Beitrag zur alternativen Energieerzeugung und zur Preisstabilität des Fernwassers leisten“, so Thomas Stepputat, Geschäftsführer der TFW. Die TFW passe die Nutzung ihrer Anlagen an die geänderten Bedarfe entlang der Versorgungslinie vom Thüringer Wald bis nach Erfurt an.

Beide Anlagen werden den Angaben zufolge zusammen rund acht Millionen Kilowattstunden im Jahr erzeugen, was dem jährlichen Strombedarf von rund 4.000 Zwei-Personen-Haushalten enstpricht. „In Erfurt sind zwar viele Flussstränge, aber für Wasserkraft reichte das bisher nicht aus. Von daher passt die Wasserkraftanlage sehr gut nach Erfurt“, so Oberbürgermeister Andreas Bausewein.

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