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Trockenheit wird im Harz zu immer größerem Problem

Trockenheit wird im Harz zu immer größerem Problem
Symbolbild ©by-studio - stock.adobe.com
25.06.2019 − 

Im Harz wird es immer trockener, was sich auch auf die Talsperren der Harzwasserwerke auswirkt. Aus der aktuellen Klimawandelstudie des Wasserversorgers, die dem niedersächsischen Umweltministerium vorgelegt wurde, geht hervor, dass die Talsperren in Zukunft noch weitaus stärker als bisher für einen Ausgleich zwischen sehr nassen und sehr trockenen Perioden sorgen müssen.

„Bisher sind Klimaforscher davon ausgegangen, dass die Sommer zwar heißer und trockener werden, aber dass das durch mehr Regen und Schnee im Winter ausgeglichen wird. Dem ist aber nicht so“, erklärte Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke.

„Das bestätigt den Eindruck unserer erfahrenen Mitarbeiter, dass es im Westharz im Trend immer trockener wird“, so Donner weiter. In der Studie, die sich auf die Analyse von Daten aus den Jahren 1941 bis 2018 stützt, hatten die Harzwasserwerke eigenen Angaben zufolge herausgefunden, dass anders als bisher in der Forschung prognostiziert die Niederschlagsmenge auf das ganze Jahr gesehen im Harz abnimmt.

Lies: Niedersachsen muss sich auf Klimawandel vorbereiten

Die Klimaforscher prognostizieren der Studie „Wasserwirtschaft im Westharz“ zufolge für die Harzregion eine überdurchschnittliche Zunahme der Winterniederschläge, während die Sommerniederschläge durch eine überdurchschnittliche Abnahme gekennzeichnet sind. Gleichzeitig werde ein deutlicher Anstieg der Anzahl heißer Tage im Sommer erwartet. Zudem zeige die Auswertung der Zeitreihe der mittleren jährlichen Abflüsse von 1941–2018 für die Harzgewässer nun ein einheitliches Bild. Alle Flussgebiete im Westharz weisen demnach leichte bis angestiegene rückläufige Trends auf.

„Wir müssen uns in Niedersachsen auf die Folgen des Klimawandels möglichst gut vorbereiten“, sagte Landesumweltminister Lies bei der Übergabe der Studie an sein Ministerium. „Mit dieser Studie haben die Harzwasserwerke eine Grundlage geschaffen, die eine auf Nachhaltigkeit gegründete Planung für die Zukunft ermöglicht.“

Talsperren müssen an Veränderungen angepasst werden

Die zunehmende Trockenheit im Harz und die Auswirkungen auf das Talsperrensystem wertet der Wasserversorger als besonders wichtige Erkenntnis, da rund drei Viertel der Wasserressourcen der Harzwasserwerke aus den Talsperren im Westharz gewonnen werden. „Sollte sich bestätigen, dass Trockenjahre wie 2018 die Regel werden, müssen wir uns langfristig anpassen. Als Vorversorger wollen wir die Wasserbedarfe unserer Kunden auch in Zukunft decken und Nutzungskonflikte ums Wasser minimieren“, sagte Donner.

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