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UBA: Ökotoxizität von Duftstoffen aus Waschmitteln sollte dokumentiert werden

UBA: Ökotoxizität von Duftstoffen aus Waschmitteln sollte dokumentiert werden
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03.07.2019 − 

Die Daten zur Abbaubarkeit und Ökotoxizität von Duftstoffen aus Wasch- und Reinigungsmitteln, die in die Kläranlagen gelangen, sollten systematisch recherchiert und dokumentiert werden. Das hat das Umweltbundesamt (UBA) in seiner aktuell vorgelegten Literaturstudie Vorkommen von Duftstoffen aus Wasch und Reinigungsmitteln in Abwasser und Oberflächengewässern vorgeschlagen.

Wasch- und Reinigungsmitteln würden in vergleichsweise großen Mengen eingesetzt, schreibt das UBA, darunter auch Duftstoffe, die als ökotoxikologisch bedenklich eingestuften werden. Eingesetzt werden laut UBA auch Duftstoffe, die als ökotoxikologisch bedenklich eingestuften werden. Ein Teil davon gelangt über den Kläranlagenpfad in die Umwelt. Dennoch gibt es für diese Stoffgruppe bislang nur wenige Monitoringdaten.

Zudem sollten chemisch-physikalische Parameter wie Wasserlöslichkeit und Dampfdruck gesammelt werden. Damit ließen sich der Verbleib in Kläranlagen und damit der Eintrag in Oberflächengewässer abschätzen. Ein Vergleich dieser Daten mit den Monitoringergebnissen würde Rückschlüsse über Eintragsmengen und Verhalten der Duftstoffe in der Umwelt ermöglichen.

Konkretes Hauptergebnis der Literaturstudie ist dem UBA zufolge, dass neben der synthetischen Moschusverbindung OTNE einige potenziell allergene Duftstoffe wie alpha-Isomethyl Ionone, Benzyl Salicylate, Hexyl Cinnamal, und D-Limonen in Kläranlagenabläufen nachgewiesen wurden. Es wird daher empfohlen, diese in künftigen Monitoringprogrammen zu berücksichtigen.

Ziel der Literaturstudie war es nach Angaben des Umweltbundesamtes, das publizierte Wissen zum Eintrag und Verbleib dieser Stoffgruppe in der Umwelt zusammenzufassen und damit Entscheidungshilfen für eine Politikberatung zur Verfügung zu stellen.

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