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Untersteller: Jagst zeigt sich drei Jahre nach Brand bereits relativ gut erholt

Untersteller: Jagst zeigt sich drei Jahre nach Brand bereits relativ gut erholt
Bildquelle: Umweltministerium Baden-Württemberg
11.12.2018 − 

Die Jagst zeigt sich drei Jahre nach der verheerenden Gewässerverschmutzung in Folge eines Brandes bereits relativ gut erholt. Dies sei Folge des Aktionsprogramms des Landes, sagte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) heute vor dem Kabinett in Stuttgart.

Doch auch wenn die Spuren des Schadensereignisses von 2015 nicht mehr offensichtlich seien, gebe es noch sehr viel zu tun. Drei Millionen Euro seien bereits in die Umsetzung des Aktionsprogramms geflossen, aber ein Vielfaches von dem werde noch benötigt, bis das Ökosystem Jagst als wiederhergestellt gelten könne, sagte der Minister.

Das Aktionsprogramm Jagst war 2015 nach dem verheerenden Brand in der Lobenhausener Mühle im Landkreis Schwäbisch Hall aufgelegt worden (EUWID 36/2015). Damals war mit Mineraldünger verunreinigtes Löschwasser in die Jagst geflossen und hatte den Fischbestand von rund 20 Tonnen auf rund 25 Kilometern Flusslänge nahezu komplett vernichtet. Die Gewässerökologie der Jagst war nachhaltig geschädigt.

Im Rahmen des Programms haben die Behörden Untersteller zufolge deshalb die gewerblichen Düngemittellager und ihre Vorkehrungen zur Löschwasserrückhaltung überprüft. Ausgehend von einem Pilotprojekt im Ostalbkreis sollten künftig außerdem in einer landesweiten Schwerpunktaktion der Gewerbeaufsicht kleine und mittlere Betriebe unterschiedlicher Branchen in Gewässernähe über Umweltgefahrenpotenziale und mögliche Vorbeugungsmaßnahmen informiert werden.

Um das Schutzniveau insgesamt zu erhöhen, müssten nicht nur die Betreiber von Düngemittellagern, sondern zum Beispiel auch Betriebe der Holz- und Kunststoffverarbeitung, Abfall- und Recyclingbetriebe oder Baumärkte informiert und beraten werden, sagte Untersteller. Eine weitere Konsequenz aus dem Jagstunglück sei die Anpassung der Alarm- und Einsatzpläne der unteren Wasserbehörden, um schädliche Umweltauswirkungen zu verhindern oder zumindest möglichst klein zu halten. 

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