|  

Untersuchungen im Landkreis Rastatt auf PFC im Grundwasser

Im Rahmen einer Detailuntersuchung auf PFC im Grundwasser finden im Landkreis Rastatt weitere Erkundungen statt.
Eine Grundwassermessstelle
01.12.2021 − 

Im Rahmen einer Detailuntersuchung auf per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (kurz PFAS bzw.PFC) im Grundwasser, die im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden stattfindet, ist der erste Schritt bereits abgeschlossen und es folgen weitere. Wie der Landkreis Rastatt jetzt mitteilte, laufen seit Ende November / Anfang Dezember bis März 2022 die nächsten Erkundungen. Zu diesem Zweck werden derzeit von Steinbach ausgehend bis westlich von Weitenung elf dauerhafte Grundwassermessstellen eingerichtet. Die Untersuchungspunkte liegen überwiegend auf kommunalen Flächen und Feldwegen.

Im Januar kommenden Jahres sollen dann Sondierungen auf 15 Ackerflächen bis zum Grundwasserspiegel folgen, die der horizontweisen Bodenprobenahme und Bestimmung der Bodenverhältnisse dienen. Eine separate Information der Grundstückseigentümer sei dem Landkreis zufolge nicht möglich. Die Bewirtschafter der Flächen erhielten eine Information. Nach Auswertung dieser Ergebnisse schließe sich die Einrichtung von weiteren 14 dauerhaften Grundwassermessstellen an. Diese werden in etwa zwischen dem Baggersee Weitenung und Baggersee Leiberstung im Westen bis südlich von Halberstung eingerichtet. Diese Untersuchungen sollen bis März 2022 abgeschlossen sein.

Der PFC-Umweltskandal bewegt die Region seit Jahren (u. a. EUWID 10.2017). Ein Unternehmen soll bis Ende 2008 PFC-verseuchten Kompost auf Felder vor allem in Baden-Baden und dem Landkreis Rastatt gebracht haben.

Im Sommer wurde bekannt, dass die baden-württembergische Landesregierung im Umgang mit den PFC-verunreinigten Flächen in Mittelbaden ihren bisherigen Kurs beibehält. Eine großflächige Sanierung der insgesamt 1.188 Hektar werde es nicht geben. Nur punktuell sollen verunreinigte Flächen – wo möglich – saniert werden, schrieb Landesumweltministerin Thekla Walker (Grüne) in einer der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegenden Antwort auf einen Brief von 17 Kommunen an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) (EUWID 33.2021). Die betroffenen Städte und Gemeinden sorgen sich um ihre Trinkwasserversorgung (EUWID 24.2021).

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Leibniz-Institut Zalf: Zeit für Umdenken beim Düngemitteleinsatz

AöW sieht wichtige Weichenstellungen für die Wasserwirtschaft im Ampel-Koalitionsvertrag  − vor