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VfEW: Pflanzenschutzmittel in Gewässern gefährden Trinkwasser

VfEW: Pflanzenschutzmittel  in Gewässern gefährden Trinkwasser
© Wolfgang Jargstorff - stock.adobe.com
28.11.2019 − 

Die Ressource Wasser ist durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln konkret bedroht: An mehr als 60 Prozent der baden-württembergischen Wasserschutzgebiete sind chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittelrückstände nachzuweisen. Das geht aus einer aktuellen Erhebung der Grundwasserdatenbank Wasserversorgung hervor, wie der Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg (VfEW) gerstern mitteilte.

An 5,3 Prozent der Messstellen sei der Grenz- bzw. Gesundheitliche Orientierungswert schon überschritten worden. Der VfEW fordert gemeinsam mit dem Zweckverband Landeswasserversorgung (LW), dass neben den Naturschutzgebieten auch die Wasserschutzgebiete mit in das Eckpunktepapier zum Bienen- und Artenschutz und die Strategie zur Pflanzenschutzmittelreduktion einbezogen werden.

Der Geschäftsführer des VfEW, Torsten Höck, sagte, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sei mitursächlich für das Artensterben. Darüber hinaus sei aber auch die wichtige Ressource Wasser konkret bedroht. Dies müsse in der derzeitigen Diskussion über das Eckpunktepapier zum Bienen- und Artenschutz der Landesregierung Berücksichtigung finden. Denn Pflanzenschutzmittel (PSM) und deren Abbauprodukte gelangten seit Jahren auch in das Grund- und Oberflächenwasser.

"Nur mit Hilfe von Einschränkungen und Verboten Einträge zu reduzieren"

Nur mit Hilfe von Einschränkungen oder Verboten der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Wasserschutzgebieten, die ausschließlich von behördlicher Seite umzusetzen seien, ließen sich die Einträge von Wirkstoffen oder deren Metaboliten nachhaltig reduzieren, so der VfEW. Insbesondere Wasserschutzgebiete mit Grenzwertüberschreitungen sollten aus Sicht der Wasserversorger als sensible Gebiete ausgewiesen werden, in denen chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel nicht mehr ausgebracht werden dürfen.

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