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Viele der Gewässer zweiter Ordnung in Berlin in einem mäßigen Zustand

Viele der Gewässer zweiter Ordnung in Berlin befinden sich in einem mäßigen Zustand
Berlin.
04.03.2021 − 

Viele der Gewässer zweiter Ordnung in Berlin befinden sich in einem mäßigen Zustand. Das geht aus der Antwort der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt auf eine schriftliche Anfrage der Abgeordneten Nicola Böcker-Giannini (SPD) im Berliner Landesparlament vom 4. Januar 2021 zum Thema Ufer, Gewässer und Steganlagen in Berlin hervor (Drucksache: 18/26213). Gefragt wurde danach, welche Qualität diese Gewässer in Berlin haben, und ob es Pläne gibt, die Gewässerqualität zu verbessern.

Die Frage kann nicht bezirksscharf beantwortet werden, da Fließgewässer in ihrer Gesamtheit untersucht werden, heißt es. Die kleinen Fließgewässer Berlins werden gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie bzw. der Oberflächengewässerverordnung des Bundes (OGewV) auf ihren chemischen und ökologischen Zustand untersucht und bewertet.

Aus diesen Ergebnissen ergebe sich ein Maßnahmenbedarf, wenn der gute ökologische Zustand nicht erreicht werde, so die Senatsverwaltung. Demnach wurden für die wichtigsten Fließgewässer zweiter Ordnung in Abstimmung mit dem Land Brandenburg von der Quelle bis zur Mündung Gewässerentwicklungskonzepte (GEK) entwickelt, die durch ihre Komplexität unterschiedlich weit in der Umsetzung sind.

Tegeler Fließ in mäßigem Zustand

Das Tegeler Fließ beispielsweise befinde sich bei den meisten der biologischen Qualitätskomponenten in einem mäßigen Zustand (Stufe 3 von 5 in der Bewertungsskala). Im Gegensatz zu anderen Bächen in Berlin werde bei den wirbellosen Tieren und den Wasserpflanzen eine hohe Artenvielfalt erreicht. Die eingeschränkte Durchgängigkeit und lokale Sauerstoffdefizite im Mittellauf minderten die Artenvielfalt bei den Fischen. Durchfluss und Stau werden streckenweise vom Biber bestimmt.

Die strukturellen Defizite werden zunehmend durch eine angepasste Gewässerunterhaltung verbessert, die durch lokale Nutzungsansprüche und verringertes Wasserdargebot erschwert werde. Zu hohe Nährstoffeinträge nach Starkregenereignissen aus Berlin und Brandenburg sollten zunehmend verringert werden. Zur Bewirtschaftung der Grabensysteme bei Lübars werde derzeit ein Konzept erarbeitet. Alle Maßnahmen seien in einem Gewässerentwicklungskonzept zusammengefasst.

Wasserqualität der Erpe von Abläufen des Klärwerks Münchehofe bestimmt

Die Wasserqualität der Erpe auf Berliner Gebiet werde von den Abläufen des Klärwerks Münchehofe bestimmt. Während im Mittel die wichtigsten Orientierungswerte nach Oberflächengewässerverordnung eingehalten werden, gebe es nach Starkregen im Einzugsgebiet Überschreitungen, die sich negativ auf die Artenvielfalt des Gewässers auswirken. Während der Fischbestand durch die vollständige Durchgängigkeit und ausreichend Sauerstoff fast gut sei, überstehen nur anspruchslose wirbellose festsitzende Organismen oder solche mit geringen Generationszeiten die Schwankungen, berichtet die Senatsverwaltung.

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