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VKU: Vergrößerung von Entwässerungssystemen weder zielführend noch notwendig

VKU: Vergrößerung von Entwässerungssystemen weder zielführend noch notwendig
© Jrgen Flchle - Fotolia
04.10.2019 − 

Eine pauschale Vergrößerung von Entwässerungssystemen vor dem Hintergrund des Klimawandels ist weder zielführend noch notwendig. Diese Aussage trifft der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in dem  in der vergangenen Woche vorgelegten Positionspapier „Klimaanpassung und kommunale Wasserwirtschaft“. Eine punktuelle Optimierung der Entsorgungsinfrastrukturen könnte dagegen nach Auffassung des Verbandes ein Baustein einer integralen Klimaanpassungsstrategie vor Ort sein, wenn unterirdische Maßnahmen mit oberirdischen Maßnahmen sowie zentrale Maßnahmen mit dezentralen Maßnahmen verzahnt würden und alle lokalen Akteure mitziehen.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgungssysteme werden lokal unterschiedlich sein, stellt der VKU fest. Für die Trinkwasserversorger sei eine vorausschauende Planung unter Berücksichtigung der Situation vor Ort und dem prognostizierten Wasserbedarf von grundlegender Bedeutung. Wo es notwendig sei, sei die Infrastruktur zu verbessern.

Vorhandene Mittel für Anpassung an Klimawandel einsetzen

Um die Infrastruktur der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung nicht nur mit Blick auf die notwendige Erneuerung, sondern gerade auch auf die Anpassung an den Klimawandel zukunftsfest auszugestalten und die Leistungen trotzdem bezahlbar zu halten, sei es unerlässlich, dass die Unternehmen ihre vorhandenen Mittel auch für diese Aufgaben einsetzen können. Sie dürften nicht durch „immer neue zusätzliche politische Zielsetzungen“ verbraucht werden, so der VKU. Solche neuen Ziele bedürften, wenn sie denn als notwendig erachtet werden, anderer Finanzierungsquellen. In bestimmten Regionen seien die Herausforderungen so groß, dass – wie auch beim erstmaligen Aufbau – an eine staatliche Förderung für Aufwendungen der Klimaanpassung  gedacht werden müsse.

Vorrang der Trinkwasserversorgung muss sichergestellt werden

Vor dem Hintergrund, dass nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität der Ressourcen, aus denen Trinkwasser gewonnen wird, für die Versorgung der Bevölkerung, Wirtschaft und Landwirtschaft von entscheidender Bedeutung sei, spricht sich der VKU für einen Vorrang der Trinkwasserversorgung aus. Die externen Einflüsse auf die Trinkwasserversorgung wie Bevölkerungszunahme bzw. -rückgang, Klimawandel, Nutzungs- und Bewirtschaftungskonkurrenzen seien größer geworden und müssten bei den Wasserrechten der kommunalen Wasserversorger berücksichtigt werden, heißt es in dem Positionspapier weiter. Gerade wenn das langfristig nutzbare Wasserdargebot nicht für alle gewünschten Nutzungen ausreiche und damit eine Abwägung notwendig werde, sei die Versorgung mit Trinkwasser vorrangig sicherzustellen.

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