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„Von Engpass bei der Trinkwasserversorgung kann in Deutschland keine Rede sein“


© BDEW
08.07.2019 − 

Von einem Engpass bei der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Deutschland kann nach Auffassung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) keine Rede sein. Wenn es in einigen Orten Einschränkungen zum Beispiel bei der Gartenbewässerung (EUWID 28.2019) gebe, so sei das in der Regel auf technische oder hydraulische Gegebenheiten zurückzuführen, sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser im BDEW, am Freitag.

Das System ist Weyand zufolge mancherorts nicht auf einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage, wie er bei der letzten Hitzewelle bei fast 40 Grad Celsius aufgetreten ist, ausgelegt. Wichtig sei in jedem Fall, dass die öffentliche Trinkwasserversorgung auch in Zukunft immer Vorrang gegenüber der landwirtschaftlichen Nutzung hat. „Es kann nicht sein, dass Brunnen für die landwirtschaftliche Nutzung genehmigt werden, aber an gleicher Stelle Brunnen für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung nicht zum Zuge kommen.“

Bauernverband Niedersachsen für höhere Priorität auch für Wassernutzung zur Nahrungsmittelerzeugung

Dass der Bereitstellung von Trinkwasser bei der Wasserversorgung unstreitig Vorrang zukomme, betonte auch das Landvolk, der Landesbauernverband in Niedersachsen. Die Wasserversorger lieferten das Trinkwasser allerdings auch an Gewerbe und Industrie, wo es als Brauch- oder Prozesswasser anderweitig genutzt werde. „In diesem Kontext muss die Wassernutzung der Landwirtschaft zur Nahrungsmittelerzeugung ebenfalls eine höhere Priorität erhalten“, sagte Landvolkvizepräsident Holger Hennies.

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