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VSR-Gewässerschutz: Issel weist im gesamten Flusslauf zu hohe Nitratwerte auf

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Wasserprobe (© VSR-Gewässerschutz)
29.03.2021 − 

Die intensive Landwirtschaft in den Kreisen Wesel und Borken führt dazu, dass der gesamte Flusslauf der Issel viel zu hohe Nitratwerte aufweist. Zu diesem Ergebnis kommt der Verein VSR-Gewässerschutz nach einer Auswertung einer Messfahrt im Frühjahr 2019. Nach den Vorgaben der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) dürfte das Wasser für einen guten Zustand höchstens 2,5 mg/l Nitratstickstoff beinhalten. Das entspreche umgerechnet 11 mg/l Nitrat. Diese Vorgaben würden an der Issel um ein Vielfaches überschritten. Die Einleitungen von Kläranlagen in den Fluss führten jedoch zu einer starken Reduzierung der Nitratbelastung.

Es zeigt sich, dass nicht nur die Issel, sondern auch alle Nebenbäche durch die intensive Landwirtschaft eine viel zu starke Belastung aufweisen, erklärte der VSR-Gewässerschutz. Der Verein wurde nach eigenen Angaben in der Vergangenheit von den Landwirtschaftsverbänden für die Aussage kritisiert, dass die intensive Landwirtschaft die Hauptursache der Nitratbelastung sei. Die Verbände hätten behauptet, dass die Kläranlagen vor allem Verursacher der hohen Nitratwerte seien. Das Ergebnis der Messfahrt zeige jedoch eindeutig, dass diese Behauptung unhaltbar sei.

Angesichts der Messergebnisse erneuerte der VSR-Gewässerschutz seine Forderung nach einem wesentlich höheren Anteil der durch ökologischen Landbau genutzten Flächen. Dieser liege im Kreis Wesel bei 2,7 Prozent und im Kreis Borken gerade einmal bei 1,0 Prozent. Dies sei in Anbetracht des bundespolitischen Ziels von 20 Prozent ökologisch bewirtschafteter Agrarflächen bis 2030 vernichtend wenig. NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) zeige zu wenig Motivation, eine nachhaltige und gewässerschonende Landwirtschaft zu unterstützen, kritisierte Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

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