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Wasserversorger aus Berlin und Brandenburg vereinbaren gemeinsame Strategie

Wasserversorger aus Berlin und Brandenburg vereinbaren Strategie für steigenden Bedarf
Die Spree in Berlin.
14.12.2020 − 

Angesichts der wachsenden Herausforderungen durch den Klimawandel und den steigenden Bedarf nach Wasser haben sich 16 Wasserversorger aus der Metropolregion Berlin‐Brandenburg in einer Initiative zusammengeschlossen und gemeinsame Ziele formuliert.

Die Analyse der Situation und die erwarteten Trends haben Vertreter dieser Gruppe jetzt in einem virtuellen Auftakttreffen der Berliner Umweltsenatorin Regine Günther und dem brandenburgischen Umweltminister Axel Vogel (beide Grüne) vorgestellt und einen länderübergreifenden Dialog für eine gemeinsame Strategie zur Bewältigung dieser Herausforderungen vereinbart. Das geht aus einer Mitteilung der Berliner Wasserbetriebe hervor.

Demnach wird im Jahr 2050 die Einwohnerzahl auf Brandenburger Gebiet in der Region zwischen Oranienburg, Nauen, Potsdam, Storkow und Strausberg um rund ein Fünftel wachsen, mehr als die Hälfte aller Brandenburger werden dann in diesem Bereich wohnen. Auch für Berlin werde ein ähnlicher Trend prognostiziert. Deutlich stärker werde zugleich der Wasserbedarf steigen, was neben der Bevölkerungs und Wirtschaftsentwicklung insbesondere dem Klimawandel mit trockeneren und wärmeren Sommern geschuldet sei.

So erwarteten die Fachleute im Umland der Hauptstadt einen zum Teil um die Hälfte wachsenden Wasserbedarf, der mit den heutigen Wassernutzungsrechten bzw. verfügbaren Dargeboten nicht komplett abgedeckt werden kann.

Vorrang der Trinkwasserversorgung

Das sei der Kern der Analyse der bereits 2017 gebildeten Initiative Trinkwasserversorgung Metropolenregion BerlinBrandenburg. Die Unternehmen und Verbände leiten daraus eine über das bisherige Territorialprinzip hinausgehende Zusammenarbeit auch durch Schaffung von Verbundsystemen, eine weitere Senkung der Netzverluste sowie Kampagnen zum bewussteren Umgang mit Trinkwasser ab.

Diese Arbeit müsse die Politik in beiden Bundesländern vorerst mit der Sicherung des Vorranges der Trinkwasserversorgung vor allen anderen Wasser- und Gebietsnutzungen, rechtlichen Rahmenbedingungen für überregionale Versorgungslösungen, der Finanzierung von Altlastensanierung flankieren.

Gewässerreiche, aber wasserarme Metropolregion

Die Metropolregion zähle zu den niederschlagsärmsten Gebieten Deutschlands. Die historisch gebildete durchschnittliche Regenmenge von lediglich 580 Litern im Jahr sei in den vergangenen Jahren außer 2017 nie wieder erreicht worden. Die beiden prägenden Flüsse der Region, Spree und Havel, seien aufgrund ihrer Stauhaltung mit Schleusen und Wehren optisch eindrucksvoll, führten aber im Vergleich zu großen Flüssen wie Rhein oder Donau nur sehr wenig Wasser. Die stärkere Verdunstung infolge seit Jahren steigender Durchschnittstemperaturen tue ein Übriges.

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