Erfolgreiche Renaturierung erfordert Reduktion der chemischen Belastungen

UBA-Studie: Verschlechterung der Wasserqualität der Alb bei Regen

Für eine erfolgreiche Renaturierung von Gewässern ist es entscheidend, neben der morphologischen Verbesserung auch chemische Belastungen systematisch zu reduzieren. Diese Feststellung trifft die Studie „Nutzung von Effektbasierten Monitoringmethoden zur besseren Bewertung der Wirkung von Schadstoffen auf die Gewässerökologie“, den die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt hat.Die Wirksamkeit von Renaturierungsmaßnahmen hinsichtlich ökologischer und ökotoxikologischer Effekte hänge stark von lokalen Gegebenheiten sowie spezifischen Schadstoffquellen ab.

Das Projekt hatte zum Ziel, Bioassays, also biologischen Testverfahren, anzuwenden, um ein integratives Überwachungskonzept zu testen, das chemische Analysen, effektbasierte Tests und ökologische Parameter miteinander verknüpft. Im ersten Szenario wurde die Alb bei Karlsruhe untersucht, deren ökologischer Zustand im Stadtgebiet stark beeinträchtigt war. Die Ergebnisse der Bioassays zeigen den Einfluss von Schadstoffeinträgen aus städtischen und industriellen Quellen, wobei insbesondere polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) eine zentrale Rolle spielen. Regen führt zu einer starken Verschlechterung der Wasserqualität der Alb bei Karlsruhe, während Trockenwetterphasen eine geringere Toxizität aufweisen.

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