Essen plant gewässerökologische Maßnahme am Kesselbach

Die Stadt Essen plant eine gewässerökologische Maßnahme am Kesselbach. Sie teilte mit, dass der Ausschuss für Umwelt, Klima und Verbraucherschutz den Bau und Baubeginn des Umbaus der Verrohrung Am Wünnesberg / Spielkampshof beschlossen hat. Die Maßnahme liegt in einem Waldgebiet im Essener Stadtteil Haarzopf an der Grenze zum Stadtteil Margarethenhöhe, durch das der Kesselbach fließt. Der Umbau der Verrohrung ist eine im Landschaftsplan der Stadt Essen eingetragene Ausgleichsmaßnahme. Ziel sei der naturnahe Umbau des letzten noch naturfernen Abschnittes des Kesselbaches, um eine ökologische Durchgängigkeit des Gewässers für Kleinlebewesen und Mikroorganismen herzustellen. Der vorhandene, enge Betondurchlass unter der Straße Spielkampshof werde durch ein deutlich größeres, so genanntes Maulprofil aus Wellstahl ersetzt.

Parallel zu der Umbaumaßnahme wird im Auftrag der Stadtwerke Essen (SWE) eine weitere gewässerökologische Maßnahme durchgeführt. Unterhalb der geplanten Sohlgleite mündet linksseitig ein Regenwasserkanal der SWE in den Kesselbach. Diese Einleitung soll um 3,5 m zurückgebaut, das Bestandsrohr durch ein Rohr mit Auslaufgitter ersetzt und der Einmündungsbereich auf einer Gewässerstrecke von etwa zehn m linksseitig aufgeweitet werden. Dadurch soll die Belastung des Baches durch die hohe Fließgeschwindigkeit des eingeleiteten Niederschlagswassers aus dem Kanal reduziert werden. Die Maßnahmen wurden so koordiniert, dass sie in einem Bauzeitraum stattfinden und von einem Auftragnehmer durchgeführt werden. Die Bauphase soll sechs Monate dauern, die Umsetzung ist für Herbst 2025 geplant. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich nach Angaben der Stadt auf rund 487.000 Euro.

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