Die ab Mitte 2026 geplante Einführung des Wassercents in Bayern stößt sowohl bei Umweltschützern als auch Kommunen wie auch in der Wirtschaft auf Kritik - wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen. Bei einer Anhörung im Landtag kritisierte eine Vielzahl von Experten wiederholt etwa die im Gesetz fehlende flächendeckende Verpflichtung zum Einbau von Zählern, wie sie in Privathaushalten üblich sind. Dies mache die Kontrolle durch die Behörden schwierig, sagte Martin Spieler, Honorarprofessor an der TU München im Fachgebiet Umwelt- und Planungsrecht.
Andrea Vogel von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sprach gar von einer „schreiend ungerechten“ Regelung. Sie bezog sich dabei auch auf die unterschiedlichen Vorgaben für Landwirte. Kleine Betriebe, die nicht in großen Verbänden organisiert seien, müssten nach dem Gesetzentwurf künftig für die Wassernutzung zahlen, „alle anderen nicht“. Der Geschäftsführer der Landesgruppe Bayern des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Gunnar Braun, nannte das Gesetz kurzerhand „nicht enkeltauglich“.
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