Angesichts zunehmender Starkregenereignisse, Hitzewellen und Trockenphasen erweitert Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EFRE/JTF-Programms das Förderangebot Klimaanpassung.Unternehmen.NRW. Ziel ist es laut einer Mitteilung des Landesumweltministeriums, Unternehmen und kommunale Versorger dabei zu unterstützen, Standorte und Infrastrukturen widerstandsfähiger gegen Klimafolgen zu machen und die Wasserversorgung abzusichern.
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere sowie kommunale Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in NRW. Gefördert werden investive Maßnahmen zum Schutz von Gebäuden, Betriebsflächen und technischen Anlagen vor Hitze, Starkregen, Trockenheit und Überflutungen. Dazu zählen auch Maßnahmen zur Anbindung von Gebäuden im Außenbereich an die öffentliche Wasserversorgung, wenn Eigenbrunnen versiegen.
Das Programm ist zweigeteilt. Für Vorhaben ab 200.000 Euro werden sowohl Klimaanpassungsmaßnahmen in Unternehmen als auch Projekte zur Stärkung der öffentlichen Wasserversorgung unterstützt, etwa neue Brunnen, Speicher oder zusätzliche Leitungen. Für kleinere Vorhaben unterhalb dieser Schwelle liegt der Fokus auf naturbasierten Lösungen wie Dach- und Fassadenbegrünung, Entsiegelung, Verschattung, Verdunstungskühlung sowie Regenwasserrückhalt und -versickerung. Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) betont die Bedeutung frühzeitiger Vorsorge für Arbeitsplätze, Infrastruktur und Wassersicherheit. Anträge werden nach Eingang bewilligt, solange Haushaltsmittel verfügbar sind. Die Einreichungsfrist endet am 31. Dezember 2026.




